Vorsicht bei Einschüchterungstaktiken. Aussagen wie etwa „Mit dem Auto würde ich keinen Kilometer weit mehr fahren“ oder „Dieses Fahrzeug ist nicht mehr verkehrstauglich“ sollten Sie misstrauisch machen.

Fragen, fragen, fragen: Nach Garantien, Gewährleistungen oder ob es einen Kfz-Meister in der Werkstatt gibt. Ist der Betrieb Mitglied der Kfz-Innung? Nur in letzterem Fall können Sie bei späteren Streitigkeiten eine Schiedsstelle einschalten und den Gang zum Rechtsanwalt zunächst vermeiden.

Erteilen Sie keine Pauschalaufträge wie „Machen Sie das Auto urlaubsfit“ oder „TÜV-fertig“. Das kann ziemlich teuer werden.

Prüfen Sie das Alter von Reifen, die man Ihnen äußerst günstig anbietet. Vielleicht sind diese schon ein paar Jahre alt. Die an der Seitenwand des Reifens eingeprägte vierstellige DOT- Nummer verrät Ihnen Kalenderwoche und Jahr der Herstellung. So steht 2207 beispielsweise für die 22. Kalenderwoche 2007. Älter als zwei Jahre sollten die Pneus, die man Ihnen anbietet, keinesfalls sein.

Sie wollen eine Zweitmeinung einholen? Sagen Sie dem Mechaniker nichts über das Erstgutachten und die darin veranschlagten Kosten.

Dass unnötig teure Motoröle ohne Nachfrage eingefüllt werden, gehört fast schon zum Service-Alltag. Die für Ihr Auto benötigte Ölqualität ist vom Hersteller festgelegt und im Handbuch nachlesbar. Es gibt meist günstigere, ebenso gute Varianten.

Überprüfen Sie den Flüssigkeitsstand der Scheibenwischanlage, bevor Sie Ihr Auto zur Werkstatt bringen. Auch wenn nur wenig Flüssigkeit fehlt, berechnet man Ihnen vielleicht eine ganze Füllung.

Setzen Sie im Voraus ein Kostenlimit für Reparaturen, und lassen Sie den Auftrag unbedingt schriftlich festhalten. Vereinbaren Sie außerdem, dass die Werkstatt Sie telefonisch benachrichtigt, wenn der festgesetzte Betrag überschritten werden sollte.

Billigangebote: aufgepasst! Ölwechsel für 12 Euro, Radwechsel für 8 Euro, Früh-jahrs­check für unter 15 Euro: Was günstig klingt, kann teuer werden. Oft bringen solche Offerten Folgekosten mit sich. Da die Angebote in der Regel keinen Gewinn bringen, holt sich so manche Werkstatt ihr Geld über Zusatzleistungen wie Radauswuchten oder Wechseln der Bremsflüssigkeit.

Reklamieren Sie Reparaturmängel unverzüglich. Die Werkstatt muss dafür übrigens mindestens zwölf Monate lang geradestehen.

Gebrauchte Originalteile sind oft billiger und erfüllen ihren Zweck meist ebenso gut wie neue Teile.

QUELLEN: ADAC, CHRISTIAN BANGEMANN, AUTO MOTOR UND SPORT, ALBRECHT & DEFFNER, STUTTGART, VERSCHIEDENE TESTBERICHTE

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