Elefanten benutzen jeweils nur einen Backenzahn, der sich langsam...

... Elefanten in ihrem Leben sechsmal ihre Zähne wechseln?

Elefanten benutzen jeweils nur einen Backenzahn, der sich langsam abnutzt, Stück für Stück abbricht und vom nächsten nachwachsenden Zahn im Kiefer nach vorn geschoben wird, bis er völlig verbraucht ist. Die ersten drei Zähne sind das „Milchgebiss“ des Elefanten und werden bis zum Alter von 9 Jahren aufgebraucht. Dann folgt der vierte Zahn, der bis zum Alter von 25 Jahren hält. Weitere Zahnwechsel folgen im Alter von etwa 36 und 45 Jahren. Der letzte Zahn hält dann noch etwa 20 Jahre.

 Eier enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe und zeichnen sich...

... Eigelb mehr Eiweiß enthält als das so genannte Eiweiß (Eiklar)?

Eier enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe und zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Protein (Eiweiß) aus. Ein mittelgroßes Ei mit einem Gewicht von 58 g liefert 7 g Protein und deckt damit 15 % des täglichen Eiweißbedarfs eines Erwachsenen. Aber nicht das Eiklar, im Volksmund Eiweiß genannt, ist der Lieferant, denn es besteht überwiegend aus Wasser. Der Dotter hat zwar nur einen Anteil von 30 % am gesamten Ei, doch in ihm konzentrieren sich die Nährstoffe.

 

 Nicht ohne Grund findet man in fast allen Früchten von Apfel bis...

... auch Pflanzen Vitamin C brauchen?

Nicht ohne Grund findet man in fast allen Früchten von Apfel bis Zitrone Vitamin C – Ascorbinsäure ist auch für Pflanzen wichtig. Forscher züchteten Pflanzen, die kein Vitamin C bilden können. Dabei zeigte sich, dass diese Pflanzen schädlichen Umwelteinflüssen wie Ozon oder UV-Strahlung viel schlechter begegnen können.

 

 Auch in vielen modernen Kochbüchern und Küchenlexika wird noch...

... scharfes Anbraten von Fleisch keineswegs die Poren schließt?

Auch in vielen modernen Kochbüchern und Küchenlexika wird noch immer behauptet, dass das scharfe Anbraten von Fleisch die Poren an der Oberfläche des Fleisches versiegele und somit das Austreten des Fleischsaftes verhindert würde. Diese Behauptung enthält allerdings einen entscheidenden Fehler: Fleisch besitzt überhaupt keine Poren. Durch das Anbraten der Fleischstücke gerinnen zwar die Proteine an der obersten Schicht und es entsteht eine Kruste. Diese ist jedoch keinesfalls undurchlässig: Beobachtet man das Fleisch beim Braten, kann man deutlich sehen, dass nach einiger Zeit rosiger Fleischsaft an der Oberfläche austritt. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Oberfläche des Fleisches nicht, wie behauptet, „versiegelt“ ist. Ein weiteres Indiz für die Durchlässigkeit der Kruste erkennt man, wenn man ein Steak auf einen Teller legt. Schon nach kurzer Zeit sammelt sich unter dem Steak rosiger Fleischsaft, der aus dem Inneren des Fleisches austritt. Auch das typische Brutzeln des Fleisches in der Pfanne lässt sich auf den austretenden Fleischsaft zurück führen, der im heißen Fett verbrennt.

 

 Jährlich erkranken etwa 900 Menschen in Deutschland an Malaria. Fast...

... es früher in Deutschland Malariamücken gab?

Jährlich erkranken etwa 900 Menschen in Deutschland an Malaria. Fast alle brachten die Krankheit aus einem Urlaub mit. Über 80 % der Patienten waren in afrikanischen Malariagebieten unterwegs und wurden dort von einer infizierten Mücke gestochen. Aber bis etwa 1850 konnte man auch in Deutschland von Malariamücken gestochen werden. Besonders gefährdet war man in Flussgebieten, beispielsweise an der Oder, an der Donau oder im Havelland.

 

 Bei einigen wenigen Familien der Borsten- und Ringelwürmer wird das...

... es auch Tiere mit grünem Blut gibt?

Bei einigen wenigen Familien der Borsten- und Ringelwürmer wird das Blut bzw. die Körperflüssigkeit durch den Farbstoff Chlorocruorin grün gefärbt. Seine Molekülstruktur gleicht der des Hämoglobins, das das Blut beim Menschen rot färbt. Chlorocruorin ist ein Protein mit einem eisenhaltigen Prophyrinring.

 

 Bären sind für einen Winterschlaf viel zu groß. Es würde zu lange...

... Bären gar keinen Winterschlaf machen?

Bären sind für einen Winterschlaf viel zu groß. Es würde zu lange dauern, bis sich ihr mächtiger Körper im Frühjahr wieder auf die normale Körpertemperatur erwärmt. Bären, die in kalten oder gemäßigten Klimazonen leben, müssen aber in der kalten Jahreszeit eine so genannte Winterruhe halten, da sie in diesen Monaten sonst nicht genug Futter finden würden.

Winterruhe und Winterschlaf sind aber zwei ganz verschiedene Dinge. Denn die Winterruhe ist nichts anderes als ein länger dauernder Schlaf, bei dem die Körpertemperatur und der Stoffwechsel kaum gesenkt werden. Messungen bei Braun- und Schwarzbären ergaben, dass die Körpertemperatur in der Winterruhe von 38 °C auf 33–34 °C absinkt. Herz- und Atemfrequenz sind leicht herabgesetzt und stimmen mit den Werten beim normalen Schlaf überein. In dieser Zeit können die Tiere kurzzeitig wieder aufwachen und aktiv werden.
Bei einem echten Winterschlaf dagegen, wie in ihn etwa Murmeltiere oder Igel halten, sinkt die Körpertemperatur bis auf unter 5 °C ab, und die Stoffwechsel­vorgänge sind bis auf etwa 5 % der normalen Werte reduziert.