Reif und Tau sind zwar beides Niederschlagsarten, die sich bei...

Raureif kein gefrorener Tau ist?

Reif und Tau sind zwar beides Niederschlagsarten, die sich bei tieferen Lufttemperaturen aus feuchter Luft an der Erdoberfläche absetzen, aber Raureif ist eine völlig andere Form des Niederschlags als Tau. Raureif gehört vielmehr zum so genannten Nebelfrost und bildet sich, wenn bei hoher Luftfeuchtigkeit, leichtem Wind und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt der Wasserdampf in der Luft und/oder in ihr schwebende Wassertröpfchen am Erdboden zu Eisnadeln und -schuppen erstarren. Tau entsteht dagegen bei Lufttemperaturen über dem Gefrierpunkt durch Kondensation des Wasserdampfs.

  Bezogen auf das Wetter, hat die Stadt an der Themse einen schlechten...

in London weniger Regen fällt als in Rom?

Bezogen auf das Wetter, hat die Stadt an der Themse einen schlechten Ruf, während man sich die ewige Stadt am Tibermeist unter einem azurblauen Himmel vorstellt. In Rom fällt jedoch sehr viel mehr Regen als in London: im Jahresdurchschnitt rund 900 Liter je Quadratmeter Boden und damit etwa 50 % mehr als in London. Dies gilt auch für die meisten anderen italienischen Städte, in denen im Jahresmittel deutlich mehr Niederschlag fällt als in englischen Städten wie Oxford oder Cambridge.
ABER: Die Niederschlagsmenge allein bestimmt nicht den Charakter eines Klimas. Obwohl englische Meteorologen vorsichtshalber einen Tag erst als „Regentag“ bezeichnen, wenn an ihm mindestens 0,25 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fällt, ihre italienischen Kollegen dagegen die Grenze schon bei 0,1 Liter ziehen, ist die Zahl der Regentage in Rom und den anderen Städten Italiens wesentlich kleiner als in England. In Rom regnet es im Jahresdurchschnittan knapp 20 % der Tage, in London aber an über 40 %.
Welche Regenrekorde es in aller Welt gibt, sieht man in der folgenden Tabelle:

  Eisregen kann Freileitungen mit Eisschichten überziehen,...

Stromleitungen bei Eisregen reißen können?

Eisregen kann Freileitungen mit Eisschichten überziehen, die ein Gewicht von bis zu 30 kg pro Meter Leitung erreichen. Unter dieser eisigen Last können die Drähte leicht reißen, besonders bei stärkerem Wind. Denn der durchs Eis vergrößerte Querschnitt bietet auch eine bessere Angriffsfläche. Länger anhaltender Eisregen mit katastrophalen Folgen für Verkehr, Energieversorgung und Forstwirtschaft geht zwischen Nordsee und Alpen hauptsächlich dann nieder, wenn quer durch Mitteleuropa eine Luftmassengrenze zwischen milder Luft im Südwesten und kalter Luft im Norden verläuft, wodurch z. B. an Heiligabend 2002 ein Eisregen den Verkehr in großen Teilen von Niedersachsen lahmlegte.

  Hagelkörner gehen erst zur Erde nieder, wenn sie so s...

bereits walnussgroße Hagelkörner bis zu 90 km/h schnell sind?

Hagelkörner gehen erst zur Erde nieder, wenn sie so schwer geworden sind, dass die Aufwinde sie nicht mehr nach oben verfrachten oder in der Schwebe halten können. Auf dem Weg zur Erdoberfläche werden die Eisklumpen beschleunigt und erreichen die Erde mit großer Geschwindigkeit. Schon Körner von 3 cm Durchmesser fliegen mit 25 m/sek oder 90 km/h. Sehr großer Hagel prallt vermutlich mit bis zu 50 m/sek auf die Erde.

  Diese „Wetterpflanzen“ zeigen wie ein Wetterhäuschen ...

auch Pflanzen das Wetter vorhersagen können?

Diese „Wetterpflanzen“ zeigen wie ein Wetterhäuschen Schwankungen der Luftfeuchtigkeit an und sind daher im Prinzip einfache Hygrometer. Bei der „Wetterdistel“, der Silberdistel oder Eberwurz, ziehen die Hüllblätter der Blüten in feuchter Luft an der Unterseite Feuchtigkeit an, quellen dadurch und schließen sich. Bei trockenem Wetter geben sie Feuchtigkeit ab und öffnen sich wieder. Ähnlich reagieren die Früchte des Reiherschnabels oder der Wetterstern, ein Pilz.