Der Jungmediziner Barry Laverty sammelt erste praktische Erfahrungen in einer Praxis in dem kleinen irischen Dorf Ballybucklebo. Dort wird sein theoretisches medizinisches Wissen auf eine harte Probe gestellt: zum einen von den unorthodoxen Arbeitsmethoden seines Chefs, zum anderen von schrullig-verschrobenen Patienten.

„Dia duit“ ist Gälisch und heißt „Hallo“. So begrüßt Patrick Taylor die Leser auf seiner Homepage und demonstriert damit seine Verbundenheit mit dem Land, in dem er geboren ist und sich jetzt, nach vielen Jahren der Berufstätigkeit im Ausland, wieder niedergelassen hat: Nordirland. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Dorothy Tinman, einer Künstlerin, lebt er heute in Cootehall, im County Roscommon.

Seine Liebe zu diesem Land kommt nicht von ungefähr: Nordirland hat sich noch einen sehr urwüchsigen Charme bewahrt, es besticht durch eine wildromantische Landschaft, die geprägt ist von sanften Hügeln, satten grünen Wiesen und den traditionellen niedrigen Steinmauern. Die Ortschaften tragen so klangvolle Namen wie Ballymena, Donegal, Donaghadee, Newtownards oder Portadown. Viele dieser Städte werden in melodischen Balladen besungen, wie man sie beispielsweise von einer Sängerin mit einer „engelsgleichen Stimme“ hören kann, Patrick Taylors Tochter Sarah.

Geboren ist der Autor in Bangor, nach seinem Schulabschluss studierte er in Belfast Medizin. Anschließend sammelte er erste Praxiserfahrungen als Landarzt. Fünf Jahre später schloss er seine Facharztausbildung im Bereich Geburtshilfe und Gynäkologie ab.

1970 zog Patrick Taylor mit seiner Familie nach Kanada, da der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland eskalierte. In Kanada arbeitete Taylor hauptsächlich in der Forschung und Lehre, sein Spezialgebiet war die „menschliche Unfruchtbarkeit“. Im Zuge dieser Tätigkeit veröffentlichte er 170 Artikel in medizinischen Fachzeitschriften und sechs Bücher.

Sein Talent zu schreiben entdeckte Patrick Taylor bereits mit 16, als er den „Campbellian Prize for Literature“ gewann. Ab 1991 schrieb er heitere Kolumnen, in denen er der „ernsthaften Medizin“ auch immer eine heitere Seite abgewann, und dabei nicht mit ironischen Nadelstichen (auch gegen seine eigene Zunft) geizte. Dann begann er sein erstes Buch zu schreiben, eine Sammlung von Kurzgeschichten über Nordirland. Darauf folgten bald Romane und schließlich sein Buch „Ein irischer Landarzt“ mit seinem Helden Doktor Laverty, der als würdiger Nachfolger von James Harriot („Der Doktor und das liebe Vieh“) von der Presse gefeiert wurde. Bald avancierte es zum internationalen Überraschungserfolg, der es sogar auf die Bestsellerliste der New York Times schaffte.

Zur Entstehung des Buches erklärt der Autor, dass am Beginn des Buches die Beschreibung der Charaktere der Dorfbewohner und Patienten standen – unvergesslich, verschroben, komisch und manchmal sehr bewegend. Selbstverständlich flossen in das Manuskript auch viele Begebenheiten aus Taylors eigener Zeit als Landarzt ein. Nur Ballybucklebo, dieses Dorf mit dem unaussprechlichen Namen, das man sich aber so real vorstellen kann, dass man meint, überall in Nordirland darauf zu stoßen, ist eine reine Erfindung des Autors.

Von Patrick Taylor wird man auch weiterhin unterhaltsame und heitere Lektüre erwarten dürfen, denn er ist bereits mit neuen Projekten beschäftigt: „An Irish Country Christmas“, „An Irish Country Girl“ und „An Irish Country Partnership“ sind bereits in Planung.

Patrick Taylors heitere Lektüre ist zusammen mit drei weiteren Romanen der Extraklasse in unserer Buchreihe „Reader’s Digest Auswahlbücher“ erschienen. 

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