GEDÄCHTNIS- LÜCKEN STOPFEN
Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass Sie gefährdet sind.
• IHR BLUTZUCKER IST HOCH. Gedächtnislücken können an Ihrem Blutzuckeranteil liegen. Kernspintomografien (MRT) des Gehirns lassen vermuten, dass ein hoher Blutzuckerspiegel Teile des Gehirns schädigt, die für das Gedächtnis zuständig sind.
Schützen Sie sich: Gibt es in Ihrer Familie Fälle von hohen Blutzuckerwerten oder Diabetes, sollten Sie Ihren Blut-zuckerspiegel regelmäßig überprüfen lassen. Essen Sie gesund, und bewegen Sie sich – das beugt wirksam Diabetes vor.
• SIE SCHLAFEN ZU WENIG. Unser Gehirn braucht Schlaf, um neue Erinnerungen zu speichern. Einer Studie zufolge empfanden Probanden, die zwei Wochen lang nur sechs Stunden pro Nacht geschlafen hatten, keinen Schlafmangel, sie schnitten aber deutlich schlechter bei Kurzzeit-Gedächtnistests ab.
Schützen Sie sich: Sorgen Sie für ausreichende Ruhephasen. Schon ein sechsminütiger Schlummer reicht einer Studie zufolge aus, die Leistung kurzfristig zu verbessern. Forscher vermuten, dass es genügt, einfach einzuschlafen, um den Erinnerungsprozess im Gehirn auszulösen.
• SIE SCHNARCHEN. Sie haben vielleicht Schlafapnoe, wobei die Sauerstoffzufuhr jeweils einige Sekunden unterbrochen wird und die Gehirnzellen darben. Männer neigen eher als Frauen dazu, eine Apnoe zu entwickeln. Weitere Risikofaktoren: Übergewicht und ein Alter über 40.
Schützen Sie sich: Schnarchen Sie laut und fühlen Sie sich ständig müde, bitten Sie Ihren Arzt, Sie auf Apnoe zu untersuchen. Vielleicht brauchen Sie ein CPAP-Gerät, das Sie künstlich beatmet und die gefährliche Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr verhindert.
• IHRE GEFÜHLE SCHWANKEN. Vielleicht haben Sie ein Problem mit Ihrer Schilddrüse. Eine überaktive Schilddrüse blockiert und eine träge Schilddrüse verlangsamt die Nachrichtenübermittlung im Gehirn.
Schützen Sie sich: Sprechen Sie über bedenkliche Symptome mit einem Arzt (Frauen besitzen ein höheres Risiko für Schilddrüsenüberfunktion). Eine Unterfunktion kann zu Erschöpfung führen, eine Überfunktion zu Herzrasen, aufbrausendem Verhalten oder Angstgefühlen.
• SIE SIND ÜBER 65. Mit zunehmendem Alter wird die Aufnahme von Vitamin B12 aus der Nahrung erschwert, und ein deutlicher Mangel kann Symptome wie von Alzheimer auslösen. Bis zu 20 Prozent der über 65-Jährigen leiden unter B12-Mangel.
Schützen Sie sich: Wenn Sie älter sind, lassen Sie Ihren Vitamin-B12-Spiegel kontrollieren. Vielleicht brauchen Sie eine ergänzende Vitaminzufuhr – auch als Vegetarier, denn Sie meiden damit die Hauptquellen dieses Vitamins.
• SIE SIND DEPRIMIERT. Bei Menschen mit ernsthaften Depressionen sterben Gehirnzellen ab. Und je länger die Depression anhält, desto mehr Zellen gehen in Gehirnregionen verloren, die für das Gedächtnis wichtig sind.
Schützen Sie sich: Eine frühe Behandlung ist wahrscheinlich die Lösung. Eine Studie aus dem Jahr 2008 legt nahe, dass sich bei Menschen, die längere Zeit an Depressionen litten, das Gedächtnis weit weniger gut regeneriert.
• SIE LEIDEN UNTER NEBEN-WIRKUNGEN. Viele gegen Schlafstörungen und Inkontinenz verordnete Arzneimittel stören den Gehirnstoffwechsel. Bei älteren Menschen kann dies zu geistiger Verwirrung und Vergesslichkeit führen.
Schützen Sie sich: Menschen über 65 sind anfälliger für Nebenwirkungen von Diphenhydraminen, die in rezeptfreien Schlafmitteln und Allergiemedikamenten enthalten sind. Über geistige Verwirrtheit nach der Einnahme sollten Sie sofort mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen.
• SIE SCHLURFEN BEIM GEHEN. Die Füße scheinen am Boden zu kleben. Das Symptom kann ein Anzeichen für Normaldruckhydrozephalus (NPH) sein, bei dem Aussackungen im Gehirn zu viel Spinalflüssigkeit enthalten und anschwellen.
Schützen Sie sich: Schlurfen, Inkontinenz und Gedächtnisstörungen sind die klassischen Symptome, aber nicht jeder Patient leidet an allen. Sofortige Behandlung bietet die besten Chancen auf eine Verbesserung der Gedächtnisleistung.
• SIE NEHMEN ZU VIELE MEDIKAMENTE. Nehmen Sie mehr als fünf Medikamente, riskieren Sie problematische Wechselwirkungen. Dazu zählen auch rezeptfreie Mittel.
Schützen Sie sich: Achten Sie darauf, dass Ihr Arzt alle Medikamente kennt, die Sie einnehmen. Wenn Ihnen ein Mittel hilfreich erscheint, fragen Sie Ihren Arzt, aber ohne zu drängen, es zu verordnen.
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