Jeffery Deaver - Die Menschenleserin
Kathryn Dance ist Körpersprache-Spezialistin und soll den berüchtigten Mörder Pell wegen neu aufgetauchter Indizien befragen. Kurz darauf bricht der intelligente Psychopath aus … und Kathryn Dance muss weitere Morde verhindern.

Kathryn Dance, die Ermittlerin in Jeffery Deavers Krimi, ist eine "Menschenleserin", also eine Expertin der so genannten Kinesik. Wenn sie jemanden verhört, analysiert sie nicht in erster Linie, was gesagt wird, sondern das Wie: sie studiert Körperhaltungen, Mimik und Gestik.
Eines der interessantesten Teilgebiete der Kinesik ist die Kunst, herauszufinden, ob jemand lügt, was aber selbst für Profis eine sehr schwierige Aufgabe ist. Es ist nämlich weit komplizierter, jemandem das Lügen "anzusehen", als man sich das gemeinhin vorstellt. "Wer einem nicht in die Augen schauen kann, lügt", oder "Wer sich an die Nase oder ans Ohr fasst, lügt" – diese Volksweisheiten entbehren jeglicher Grundlage.
Um zu verstehen, was ein Menschenleser tut, muss man wissen, dass ein Gespräch ein sehr komplexer Vorgang ist, in dem das gesprochene Wort nur einen sehr kleinen Teil (etwa 7%) der übermittelten Information ausmacht. Dagegen entfallen 38% auf den Klang der Stimme und weitere 55% auf die Körpersprache, also Mimik und Gestik. Zum Beispiel kann ein Mensch allein mit dem Gesicht 10.000 verschiedene Ausdrücke erzeugen.
Und genau hier setzen die menschlichen "Lügendetektoren" an. Während eines Gesprächs achten sie hauptsächlich auf die Körpersprache ihres Gegenübers. Passt hier die Mimik nicht zur Aussage? Verrät eine Bewegung Stress? Verändert sich das Klangbild der Stimme? Passt eine Reaktion nicht in sein übliches Verhaltensschema? Zeigt sich an einer Stelle des Gesprächs eine Auffälligkeit, bohren die Kinesiker dort weiter.
Jedoch ist die Kinesik leider keine sichere Methode, Lügen aufzudecken, denn es gibt auch richtige "Lügenkünstler". Experten schätzen, dass etwa 40% der Bevölkerung in der Lage sind, perfekt zu lügen.
In Jeffery Deavers Buch "Die Menschenleserin" soll Kathryn Dance, Verhörspezialistin und Körpersprache-Expertin, den Massenmörder Daniel Pell ins Verhör nehmen, da in einem Mordfall gerade neue Beweise aufgetaucht sind. Doch dem intelligenten Psychopathen gelingt mithilfe von Komplizen die Flucht. Jetzt ist es an Dance, weitere Morde zu verhindern – zumal Pearl angedeutet hat, dass er auch ihre eigenen Kinder im Visier hat …
Der Autor im Interview
Reader's Digest: In diesem Roman haben Sie eine Figur wie Kathryn Dance eingeführt. Was hat Sie an dieser Figur gereizt?
JD: Ich habe eine Figur entwickelt, die Expertin in Kinesik, der Körpersprache, ist, und die es liebt, sich mit den Menschen zu beschäftigen. Sie muss eintauchen in die Gedankenwelt eines Schwerverbrechers, und das eröffnet für mich eine völlig neue, faszinierende Möglichkeit des Erzählens.
RD: War es schwierig für Sie, aus der Sicht einer weiblichen Figur zu erzählen?
JD: Nein. Nein, nicht wirklich. Es ist die Pflicht eines Autors, sich in seine Figuren hineinzuversetzen. In "Das Teufelsspiel" habe ich aus der Sicht einer afroamerikanischen jungen Frau erzählt. Ehrlich gesagt war das schwieriger als jetzt bei Kathryn Dance, also aus der Perspektive einer weißen Mittdreißigerin.
RD: Was, glauben Sie, ist das Schwerste und das Einfachste am Schreiben?
JD: Der schwierigste Teil beim Schreiben ist der Entwurf. Meine Entwürfe umfassen mehrere Hundert Seiten. Hier plane ich jeden Teil des Buches. Es ist wichtig für mich, den Handlungsablauf richtig zu planen, bevor ich mit dem eigentlichen Buch beginne.
Jeffery Deavers packender Roman "Die Menschenleserin" ist in unserer Buchreihe "Reader's Digest Auswahlbücher" erschienen.
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3 von 4 Kommentare |
| pastoor on 12 Februar 2010 ,23:46 ich finde was da abläuft von wegen 750000€ oder änliches an alte leute (86jahre)zu vergaukeln ist ein große unverschämtheit.Fast jeden tag kommt post mit irgendw. gewinne. meine schwiegermutter ist diesen gewinnscheiß auf gut deutsch gesagt hörig.sie sagt das ist ihr hobby.das kann es ja wohl nicht sein.der postbote lacht sie schon aus. ich als schwiegertochter werde jetzt einen rechtsanwalt einschalten. sollte da noch einmal post kommen von den scheiß werden wir gerichtlich vorgehen das steht fest. wir werden denen das maul schon stopfen.ich habe einen privaten dedektiv eingeschaltet.an geld hapert es bei uns nicht.irgendwo reicht es jetzt....... |
| Karl-Heinz on 23 Januar 2010 ,21:41 An den Kommentar von Mario71 kann ich mich nur anschließen. Ich selbst bin fast 20 Jahre Kunde, aber nicht wegen den Gewinnspielen. Für mich zählt die Qualität und die ist super. Glück kann man nicht erzwingen. |
| Mario71 on 06 Januar 2010 ,13:43 Ich finde, es ist viel eher eine Schande, wenn Leute nur zu Kommentaren motiviert sind, wenn sie ihre Aggressionen bzw. Frustrationen loswerden wollen. Ich selbst bin mit dem Verlag sehr zufrieden und kann nichts von dem oben Aufgezählten bestätigen. In dem Menüpunkt "Unternehmen --> Über uns" wird übrigens ausführlich zu den von dir angesprochenen Gratisverlosungen Stellung genommen. | See More Comments |
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