Glaubensfragen
Testen Sie Ihr Wissen über die fünf Weltreligionen

Ob der Glaube tatsächlich die sprichwörtlichen Berge versetzt, sei dahingestellt. Fest steht jedenfalls, dass der Menschen Hoffnung und ein Zuhause in einer Gemeinschaft geben kann. Aber auch, dass er von jeher immer wieder als Anlass dient für blutige Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern verschiedener Religionen. In dieser Hinsicht hat sich seit den Kreuzzügen bedauerlich wenig geändert, auch wenn die Konfliktparteien heute nicht mehr dieselben sind. Dies ist umso trauriger, als die meisten nur sehr wenig über die Religion ihres vermeintlichen Gegners wissen.Wie gut kennen Sie die fünf großen Weltreligionen Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Judentum? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Religionsquiz!
FRAGEN
1. Was bezeichnet der Begriff „Hadsch“ im Islam?
a) den alljährlichen Fastenmonat
b) die Verpflichtung der Gläubigen zu guten Taten
c) die für Muslime vorgeschriebene Wallfahrt nach Mekka
2. Buddhisten und Hindus glauben an das Samsara. Was ist damit gemeint?
a) die angeborene soziale Stellung
b) der Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt
c) die Gemeinschaft der Gläubigen
3. Welches ist weltweit die größte Religionsgemeinschaft?
a) Christentum
b) Islam
c) Hinduismus
4. Welcher Monarch gründete seine eigene Kirche, um sich von seiner Frau scheiden lassen zu können?
a) Heinrich der VIII.
b) Friedrich I. Barbarossa
c) Alexander der Große
5. In welchem Jahr beginnt die islamische Zeitrechnung?
a) 622 n. Chr.
b) 257 v. Chr.
c) 162 n. Chr.
6. In der Symbolik des Judentums spielt der siebenarmige Leuchter eine wichtige Rolle. Wie nennt man ihn?
a) Kippah
b) Menora
c) Chuzpe
7. An welchem Tag ist der Ostersonntag?
a) am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang
b) am Ende der 15. Kalenderwoche
c) am ersten Sonntag nach dem vierten Vollmond des Jahres
8. In welcher Religion wird die Kuh als heiliges Tier verehrt?
a) Buddhismus
b) Islam
c) Hinduismus
9. Welche Rolle spielt Jesus im Islam?
a) gar keine
b) Prophet
c) Sohn Gottes
10. Was ist die Grundlage des Buddhismus?
a) die Vier Edlen Wahrheiten
b) die fünf Gebote des Buddha
c) die zehn Stufen der Erleuchtung
11. Welches ist die älteste monotheistische (also nur einen einzigen Gott verehrende) Religion?
a) Christentum
b) Judentum
c) Islam
12. In welchem dieser Länder gibt es keine Trennung von Staat und Religion?
a) Türkei
b) Südafrika
c) Iran
ANTWORTEN
1. c) Der Hadsch, die Pilgerfahrt nach Mekka, ist eine der fünf Grundpflichten des Islam. Sie ist jedem Muslim, der körperlich und finanziell dazu in der Lage ist, einmal in seinem Leben vorgeschrieben. Sie findet jeweils im letzten Monat des islamischen Mondjahres statt.
2. b) Der Abfolge von Geburt, Tod und Wiedergeburt sind dem Buddhismus und Hinduismus zufolge alle Lebewesen unterworfen. Dieser Kreislauf wird als leidvoll gewertet. Ziel der Gläubigen ist es daher, das Nirwana, die Befreiung aus dem Kreislauf, zu erreichen.
3. a) Das Christentum ist die größte Religionsgemeinschaft, weltweit gehören ihr etwa 2,1 Milliarden Menschen an. An zweiter und dritter Stelle folgen der Islam mit 1,3 bis 1,5 Milliarden und der Hinduismus mit rund 900 Millionen Anhängern.
4. a) Heinrich der VIII. (1491-1547), König von England, brach mit der römisch-katholischen Kirche, weil diese ihm die Scheidung von Katharina von Aragonien nicht gestatten wollte. Katharina brachte keinen männlichen Erben zur Welt, der die frühe Kindheit überlebte. Um seine zweite Frau Anna Boleyn trotzdem heiraten zu können, gründete der Monarch die Kirche Englands (Anglikanische Kirche) und setzte sich auch gleich selbst als deren Oberhaupt ein. Insgesamt war Heinrich VIII. sechsmal verheiratet.
5. a) 622 wanderte der Prophet Mohammed aus Mekka nach Medina aus. Mit diesem Ereignis beginnt die islamische Zeitrechnung. Anders als der gregorianische Sonnenkalender orientiert sich der islamische Kalender am Mond. Das Mondjahr hat 354 Tage und ist somit etwas kürzer als das Sonnenjahr. Darum verschieben sich die zwölf Monate des islamischen Kalenders im Laufe der Jahre gegenüber den Jahreszeiten. So liegt etwa der Fastenmonat Ramadan einmal im Winter und einige Jahre später im Sommer.
6. b) Die Menora erinnert an den Leuchter in der Stiftshütte und im Tempel von Jerusalem. Sie gehört zu den wichtigsten Symbolen des Judentums und ist heute auch als das offizielle Emblem auf dem Staatswappen Israels abgebildet.
7. a) Auch wenn es kompliziert klingt, Ostern wird tatsächlich am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert. Dieser Termin wurde im Jahr 325 beim 1. Konzil von Nizäa festgelegt. Daraus ergibt sich, dass das Osterfest frühestens am 22. März, spätestens am 25. April stattfindet.
8. c) Kühe gelten im Hinduismus als heilig und dürfen nicht getötet werden. Ihre Bedeutung verdankt die Kuh unter anderem der Tatsache, dass sie in der Mythologie mit dem Gott Krishna in Verbindung gebracht wird: Krishna wurde nämlich nach seiner Geburt in die Obhut einer Hirtenfamilie gegeben. Dort wuchs er als Hirtenjunge auf und verbrachte viel Zeit mit den Kühen.
9. b) Jesus wird auch im Koran erwähnt und genießt als Prophet bei Muslimen ein hohes Ansehen. Er gilt ihnen aber nicht als Sohn Gottes.
10. a) Buddha lehrte seine Anhänger die Vier Edlen Wahrheiten: die Wahrheit vom Leiden, die Wahrheit von der Ursache des Leidens, die Wahrheit von der Aufhebung des Leidens und die Wahrheit vom Weg zur Aufhebung des Leidens.
11. b) Das Judentum entstand vor etwa 5000 Jahren.
12. c) Der schiitische Islam ist seit der Revolution von 1979 Staatsreligion im Iran. 98 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Der auf Lebenszeit ernannte „Oberste Führer der Islamischen Revolution“, seit 1989 Ayatollah Ali Khamenei, ist die höchste Instanz des Staats. Auch die Bevölkerung der Türkei gehört überwiegend dem Islam an, doch hier herrscht eine strikte Trennung zwischen Staat und Religion, die einst von Mustafa Kemal Atatürk durchgesetzt wurde.
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