Gesundheit

Autor: Reader's Digest Book

Hautkrebs: Sonnenmilch schützt nicht

Einfach eincremen mit Sonnenmilch mit Schutzfaktor 50 – und schon ist man geschützt gegen Hautkrebs. „Ein Irrglaube“, warnt Prof. Claus Garbe von der Universität Tübingen.

© iStockfoto.com / Jacob Wackerhausen

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Die Haut könne durch Sonnenschutzmittel nicht komplett vor Hautkrebs geschützt werden: „Vor Sonnenbrand ja, vor Hautkrebs nicht.“ Sonnenmilch kann nicht das gesamte Spektrum der UV-Strahlung abdecken. Zusätzlich verursachen bereits sehr geringe Dosen an UV-Strahlung Mutationen in der Haut. Sobald die Haut braun wird, sind solche Mutationen entstanden und können zu Hautkrebs führen. So zeigte eine Studie mit rund 1800 Kindergartenkindern, dass Sonnenschutzmittel keinen Effekt auf die Häufigkeit von Hautveränderungen hatte.

Die trügerische Sicherheit durch Sonnenmilch, führe auch dazu, dass viele Menschen sich umso länger in der Sonne aufhalten. Doch jeder Sonnenbrand und jede UV-Strahlung belastet die Haut. „Zwar mache ein Sonnenbrand allein noch keinen Hautkrebs. Aber die Haut vergisst nichts. Im Laufe des Lebens wachse der aufsummierte Schaden – und die Wahrscheinlichkeit für Hautkrebs steige“, so Garbe. Bei richtiger Anwendung kann Sonnenmilch einen Sonnenbrand verhindern. Jedoch verwenden die meisten Menschen viel zu wenig und viel zu selten Sonnenmilch. Unkenntnis und der Wunsch nach einer schönen Körperbräune halten sie davon ab, sich vor der Sonnenstrahlung zu schützen.

Der beste Schutz gegen Hautkrebs, Sonnenbrand und verstärkte Hautalterung ist immer noch sich im Schatten aufzuhalten und entsprechende Kleidung zu tragen. Anhand des bisherigen Verlaufs prognostizieren Vorhersagen einen weiteren deutlichen Anstieg an Neuerkrankungen von Hautkrebs. Daher ist der Schutz vor der Sonne oberstes Gebot, um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.

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