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Autor: Reader's Digest Book

Wenn die Haut altert

Die Haut wird mit den Jahren trockener, dünner und verliert an Elastizität. Zudem treten Flecken auf, die wie Sommersprossen aussehen.

© iStockfoto.com / TanyaLovus

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Ungefähr ab 30 wird die Haut allmählich trockener, dünner und verliert an Spannkraft – ein Vorgang, der sich bei Männern und Frauen gleichermaßen einstellt. Der wichtigste Schauplatz für diesen Alterungsprozess ist die Lederhaut. Diese befindet sich unter der Hornschicht, die den äußeren Schutzmantel der Haut bildet, und besteht zu einem großen Teil aus Collagen. In der Lederhaut bildet dieser Eiweißstoff ein ausgedehntes feines Flechtwerk aus stützenden und gleichzeitig sehr elastischen Faserbündeln. Die einzelnen Bündel sind parallel zur Hautoberfläche in der Weise angeordnet, dass sie sich in ihrem Verlauf wie ein Scherengitter überkreuzen. Durch diese Anordnung kann man die Haut in jeder beliebigen Richtung dehnen, ohne dass sie reißt. Lässt die Spannung nach, ziehen die elastischen Fasern die Haut wieder glatt.

Fasern verhärten

In jungen Jahren sind die Fasern in der Haut so locker wie Watte. Doch mit dem Älterwerden verliert das Collagen einen beträchtlichen Teil seines Wassergehaltes. Seine Moleküle werden dadurch in längere Ketten auseinandergezogen. Damit verliert das Scherengitter seine Beweglichkeit und Elastizität. Zum Teil verschwinden die Fasern in den oberen Schichten der Lederhaut, zum Teil verhärten sie. Dabei lagern sie sich zu unregelmäßigen Bündeln zusammen, die leicht brechen. Dieser Prozess kann durch die UV-Strahlen des Sonnenlichts beträchtlich beschleunigt werden.

Die Haut wird schlaffer

Zwischen den Fasern des Scherengitters liegen Bindegewebszellen, sogenannte Fibroblasten. Mit zunehmendem Alter nimmt deren Zahl ab und ihr Zusammenhalt ist auch nicht mehr so stark wie zuvor: Die Haut verliert an Stabilität. Abwärts geht es auch mit den Fettpolstern im Unterhautgewebe. Vom 60. Lebensjahr an schrumpfen sie immer mehr, bis nur noch eine dünne Schutzschicht bleibt. Weil das Collagen immer weniger Wasser speichert, sinkt der Druck in der Haut. Und da die Talgdrüsen weniger Sekret erzeugen, wird sie zunehmend trockener. Die Schweißdrüsen sind im Alter gleichfalls weniger aktiv. Durch all diese Faktoren lässt die Spannung der Haut immer mehr nach. Sie wird schlaffer und legt sich in Falten. Alte und spröde, schlecht durchblutete Haut ist leichter verletzbar und Verletzungen heilen langsamer. So braucht bei einem 60-Jährigen eine gleich große Wunde etwa die 5-fache Zeit zur Heilung wie bei einem 10-Jährigen.

Altersflecken

Mit zunehmendem Alter wird auch die Pigmentierung in der Haut unregelmäßig. Zuerst geschieht das meist an Hautstellen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind – also im Gesicht und an den Händen sowie an den Armen und im Nacken. Es bilden sich sogenannte Altersflecken. Sie sind relativ klein, gelegentlich aber auch fast so groß wie eine Euromünze. Manche sind gelblich gefärbt, andere braun. Diese Flecken bestehen aus einer Ansammlung von Lipofuscin, einem Wirkstoff der Hautzellen. Dieser hat normalerweise die Aufgabe, eine Zelle nach deren Absterben aufzulösen. Bei alternder Haut tritt er jedoch manchmal bereits aus, während die Zellen noch leben. Kommt er gehäuft vor, bildet er ein braunes Hautpigment.

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