Essen und Trinken

Autor: Ute Wegner

Die beste Diät für Sie

Sie möchten ein paar Pfunde loswerden? So klappt es!

© iStockphoto.com / Alessandro Biascioli

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Fünf Kilogramm abnehmen in zwei Wochen? Viele Diäten versprechen wahre Wunder – die sie dann nicht einlösen. Alle Vorgaben und Einschränkungen in die Tat umzusetzen, ist extrem schwierig. So manche Schlankheitskur ist zudem ungesund – weil der Körper nicht mehr alle wichtigen Nährstoffe erhält. „Die einzige wirkungsvolle und auf Dauer erfolgversprechende Methode: Nehmen Sie weniger Kalorien zu sich als Sie verbrauchen, und ernähren Sie sich dabei gesund“, erklärt Professor Hans Hauner, Leiter des Instituts für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München. Mit einer solchen Ernährung und viel Bewegung kann jeder abnehmen. „Zugegeben, ein wenig Ausdauer und Disziplin sind schon erforderlich, aber sich im eigenen Körper wohlzufühlen und zugleich ernährungsbedingten Erkrankungen vorzubeugen, sind es wert“, sagt Hauner. „Wichtig ist, dass Sie eine Diät finden, die zu Ihnen passt.“ Welche der zahlreichen Schlankheitskuren eignen sich wirklich?
Wir stellen Ihnen fünf vor, die Experten empfehlen.



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Blitzdiäten meiden

Als die Studentin Natascha Berger sich im Alter von 20 Jahren das erste Mal einer Schlankheitskur unterzog und dabei auf die Weight-Watchers-Diät setzte, lag ihr Body-Mass-Index (BMI) knapp unter 30. Übergewicht haben Sie, wenn Ihr BMI zwischen 25 und 29,9 liegt. Mit einem höheren Wert gelten Sie als adipös, also fettleibig. „Wenn Sie übergewichtig sind, warten Sie nicht, bis Ihr BMI weiter ansteigt, sondern beginnen Sie rechtzeitig, auf Ihr Gewicht zu achten und eventuell sogar etwas abzunehmen“, rät Experte Hauner. Starkes Übergewicht belastet nicht nur Ihre Gelenke, es erhöht auch Ihr Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zu bekommen.

Im Lauf der Jahre nahm Berger die mit der Weight-Watchers-Diät verlorenen Kilogramm wieder zu. Mit Mitte 30 versuchte sie dann, die überschüssigen Pfunde mit einer Kohlsuppendiät loszuwerden. „Von einseitigen Radikaldiäten, wie der Kohlsuppen-, Ananas- oder Eierdiät, sollten Sie die Finger lassen“, warnt Hauner. „Sie beinhalten zu wenige Nährstoffe.“ Dazu kommt: Bei einem zu schnellen Gewichtsverlust geht der Körper in den sogenannten Hungerstoffwechsel, der im Anschluss an die Diät den berüchtigten Jojo-Effekt begünstigt. Denn der Körper ist nun auf eine niedrigere Energiezufuhr eingestellt und lagert bei normaler Kost den „Überschuss“ in Fettdepots an. Nach radikalen Diäten laufen Sie also Gefahr, nicht nur schnell wieder zuzunehmen, sondern unter Umständen sogar noch mehr als Sie zuvor an Gewicht verloren haben!
So erging es auch Berger, die heute einem von Ernährungs- und Sportexperten erarbeiteten individuellen Speise- und Bewegungsplan folgt. Er kombiniert energiereduzierte, ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, wöchentlichem Training im Fitnesscenter und Nordic Walking. „Nach einem Jahr hatte ich 15 Kilo abgenommen. Seitdem halte ich mein Gewicht mehr oder weniger“, sagt Natascha Berger stolz. Nicht zuletzt, weil die individuell für sie zusammengestellte Diät ihr schmeckt. „Wir fragen unsere Patienten zunächst, was sie gern essen“, erzählt Hauner. „Lautet die Antwort Pizza, dann lernen sie in unserer Ernährungsberatung, wie man eine gesunde Pizza zubereitet.“ Verzehrt wird dann eine Hälfte, die andere wird für später eingefroren. „Wichtig ist, langfristig zu denken und sich dauerhaft auf eine gesunde Ernährung einzulassen.“

Es soll schmecken

Kleine Tipps und Kniffe helfen Ihnen, im Alltag weniger Kalorien zu sich zu nehmen und das Essen dennoch zu genießen. Eine Faustregel bei Wurstwaren zum Beispiel lautet: „Alles, was Sie streichen können, ist fettreich“, sagt Expertin Schmidt-Tesch. „Greifen Sie also statt zur Leberwurst lieber zu kaltem Braten, Lachsschinken oder Schinken ohne Fettrand.“ Sie müssen und sollten nicht komplett auf Fett verzichten: „Sparsam eingesetzt sind pflanzliche Fette wie Oliven- oder Rapsöl gesund. Ein Teelöffel pro Mahlzeit sollte genügen.“

Wählen Sie bei Milchprodukten magere Varianten. „Probieren Sie ruhig verschiedene Marken aus, bis Sie den fettarmen Joghurt oder Brotaufstrich gefunden haben, der Ihnen wirklich schmeckt“, rät Schmidt-Tesch. Falls Sie in einer Kantine essen, achten Sie auch hier darauf, dass die größte Portion auf Ihrem Teller Gemüse oder Salat ist. Wenn Sie die Lust auf Süßes überkommt, ist ein Vollkornbrötchen mit etwas Honig eine leckere Alternative zu einem Stück Kuchen.

„Finden Sie heraus, wann und warum Sie mehr essen, als Ihnen guttut“, empfiehlt Schmidt-Tesch. Viele Menschen knabbern zum Beispiel abends vor dem TV. Nicht aus Hunger, sondern aus Gewohnheit. Wenn Sie stattdessen an einer Tasse ungesüßtem Tee nippen, haben Sie auch etwas im Mund – garantiert kalorienfrei.

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