Essen und Trinken

Autor: Reader's Digest Book

Herzinfarkt: Körner für ein langes Leben

Je mehr, desto besser! Das gilt zumindest für Vollkorn-Produkte nach einem Herzinfarkt. Sie scheinen die Lebens-Erwartung erhöhen zu können. 

© Antonioguillem / Fotolia.com

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Ihnen sagt man schon lange nach, dass sie den Cholesterinwert senken, entzündungshemmend wirken und die Zucker-Aufnahme in die Zellen steigern. Ob dies tatsächlich erklärt, dass die Sterblichkeitsrate von Herzinfarkt-Patienten, die nach dem Ereignis viele Getreideprodukte konsumierten, um rund 30 % niedriger lag, als bei den Leidensgenossen ohne Nahrungs-Umstellung, wird noch spekuliert.

Tatsache ist jedoch, dass Professorin Shansan Li von der Harvard School of Public Health in Boston und ihre Kollegen in einer neunjährigen Kohorten-Studie mit über 4000 Herzinfarkt-Patienten feststellten, dass die größte Lebens-Erwartung mit dem höchsten Verzehr von rund 30 – 37 Gramm Haferflocken, Frühstücks-Cerealien oder Vollkornbrot pro Tag einherging.

Umgekehrt hatten die meisten der rund 1100 Sterbefälle in diesem Zeitraum mit maximal 12 – 16 Gramm Ballaststoffen pro Tag den niedrigsten Wert. Andere die Lebens-Erwartung beeinflussende Faktoren wie Fettleibigkeit, Bewegung, Alkohol oder Nikotin blieben dabei unberücksichtigt.

Daraus folgerten die Wissenschaftler: Zur Verbesserung der Lebens-Erwartung nach einem Herzinfarkt sollte man reichlich Ballaststoffe verzehren: Schon 10 Gramm mehr pro Tag erhöhen die Lebens-Erwartung um 15 %!

Ein Leben lang aktiv und gesund bleiben – so funktioniert’s:

Die Untersuchungen von rund 90.000 Frauen im Rahmen der Nurse Health Studie der Universität Indiana ergab, dass die Befolgung von sechs Kriterien bereits in jungen Jahren das Risiko für Koronare Herzkrankheiten und die Herzinfarkt-Gefahr im Alter um 92 % senkt:

  1. Nichtrauchen – oder damit aufhören
  2. Sportliche Betätigung – mindesten 2,5 Stunden pro Woche
  3. Einhaltung des Normalgewichts (BMI 18,9 bis 27)
  4. Gesunde Ernährung – viel Obst, Gemüse, Ballaststoffe, Vollkorn statt Weißmehlprodukte, weniger Zucker, weniger rotes Fleisch vom Schwein oder Rind – dafür mehr Fisch oder Geflügel; ungesättigte Fettsäuren konsumieren
  5. Etwas Alkohol pro Tag; ein alkoholisches Getränk pro Tag mit etwa 15 – 130 Gramm Alkohol korrelierte mit dem geringsten Risiko. Zum Vergleich: Eine Flasche Bier (0,5 l) bzw. ein Glas Wein (0,2 l) enthalten ungefähr 15 bzw. 18 Gramm Alkohol
  6. Wenig fernsehen, also weniger als sieben Stunden pro Woche. Auch wenn dieser Faktor allein die Infarktrate nicht beeinflusste, so floss er doch in die Gesamtbilanz mit ein

Wie die Studien-Autoren feststellten, waren rund 73 %der Herzinfarktfälle auf einen ungesunden Lebensstil oder auf das Nichtbefolgen dieser Kriterien zurückzuführen

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