Essen und Trinken

Autor: Reader's Digest Book

Knackiges Geschmacks-Erlebnis: Sommeräpfel

Sommeräpfel reifen bei uns im Juli und August, sind schmackhaft, gesund und einige Sorten sogar lagerfähig.

© michikopink / Fotolia.com

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Keine Frage, heimische Äpfel schmecken am besten. Zwar gibt es das ganze Jahr über Äpfel aus aller Welt zu kaufen, aber oft werden sie für den Transport zu früh und unreif gepflückt. Der richtige Erntezeitpunkt entscheidet jedoch über die Ausbildung der sortentypischen und geschmacklichen Eigenschaften eines Apfels.

Sommeräpfel reifen bei uns im Juli und August. Sie schmecken erfrischend säuerlich, haben aber kein ausgeprägtes Sortenaroma. Weil sie nur kurz lagerfähig sind, findet man sie kaum im Handel. Zu den bekannten Sommeräpfeln gehören Astramel, Gravensteiner, Jamba, James Grieve, Julia und der Klarapfel. Vor allem in Privatgärten gibt es eine Vielzahl meist regionaler Sorten. Wer keinen eigenen Obstgarten hat, kann Sommeräpfel auf lokalen Märkten oder zuweilen auch direkt beim Obstbauern kaufen.

Traditionelle deutsche Anbauregionen sind das Alte Land nahe Hamburg, die Bodensee-Region und Sachsen-Anhalt. Europaweit findet man die größten Plantagen in Südtirol, der Steiermark in den französischen Provinzen Provence-Alpes Côte d’ Azur, Normandie, Bretagne und Périgord. Weltweit größter Apfel-Produzent ist derzeit China, gefolgt von den USA, der Türkei, Polen und Italien.

Besonders beliebt ist der Apfel, weil er nicht nur gut schmeckt, sondern auch sehr gesund ist. Neben viel Vitamin C enthält er über 30 Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien und Ballaststoffe. Dank seiner Fruchtsäuren gilt der Apfel als natürliche Zahnbürste, außerdem reguliert er die Darmtätigkeit. Sein Pektin senkt den Cholesterin-Spiegel und bindet Schadstoffe. Der hohe Kalium-Gehalt sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt im Körper. Abends gegessen, hilft ein Apfel bei Schlafstörungen. Morgens verzehrt, macht er munter. Rund 35 kg Äpfel verbraucht statistisch gesehen jeder Bundesbürger im Jahr.

Kaum eine Obstsorte wird vom Menschen so lange genutzt und so weitläufig angebaut wie der Apfel. Apfelbäume wuchsen ursprünglich wild in Europa und im Nahen Osten. Heute gedeihen sie fast überall. Wichtiger Wegbereiter der mitteleuropäischen Obstkultur war übrigens Karl der Große, der um 800 n. Chr. zahlreiche Verordnungen zum Obstanbau erließ und erste Baumschulen für Obstgehölze gründete. An vielen Fürstenhöfen und in Klostergärten erlebte der Apfel dann eine neue Blüte. Im Versailler Potager du Roi, dem Küchengarten des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV, stehen heute noch uralte Obstbäume: rund 150 Apfel- und ebenso viele Birnensorten.

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