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Autor: Reader's Digest Book

Powerfood: So bleibt Ihr Gehirn länger fit

Mit zunehmendem Alter lässt die Leistungsfähigkeit nach. Das Gehirn ist dabei besonders gefährdet.

© iStockphoto.com / LauriPatterson

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Wichtige Mikronährstoffe fürs Gehirn aufnehmen

Vitamine und Mineralstoffe sind für ein leistungsfähiges Gehirn entscheidend. Sie spielen eine zentrale Rolle für den Bluttransport zum Gehirn, sind wichtig für den Kommunikationsfluss und den Energiestoffwechsel in unserem Denkzentrum und werden zudem zur Herstellung verschiedener Substanzen benötigt, die das Gehirn braucht, um optimal funktionieren zu können. Vitamin B12 ist an der Produktion von Neurotransmittern und dem Erhalt der neuronalen Schutzschicht Myelin beteiligt. Riboflavin ist wichtig für die Energieversorgung aller Zellen, auch der Gehirnzellen, und Vitamin B6 fördert die Produktion des Gute-Laune-Hormons Serotonin. Einigen Studien zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen einem guten Gedächtnis und einer ausreichenden Vitamin-B6-Versorgung. Ein Mangel an den genannten Nährstoffen kann zu geistiger Verwirrung führen. Vitamin B6 findet sich in Fleisch (Geflügel, Wild), Fisch (Lachs, Makrele, Sardine), Weizenkeimen, Wildreis, Kartoffeln, Kohl, Avocados, Bananen, Äpfeln und Nüssen. Vitamin B12 ist Austern, Hering, Forelle, Rindfleisch, Käse und Eiern.

Für gute Durchblutung sorgen

Wichtig für die mentale Leistungsfähigeit ist neben einer ausreichenden Nährstoffversorgung auch eine gute Durchblutung des Gehirns. Sind die Gefäße durch lang anhaltenden Bluthochdruck vernarbt oder durch Ablagerungen infolge eines erhöhten Cholesterinspiegels verengt, erhält das Gehirn nicht mehr genügend Sauerstoff und Energie, um optimal funktionieren zu können. Wichtig dafür ist eine salzarme Ernährung, viel frisches Obst und Gemüse und eine ausreichende Proteinzufuhr.

Gesunde Fette essen

Die Art der Fette, die wir zu uns nehmen, trägt wesentlich zur geistigen Leistungsfähigkeit bei. Unser Gehirn besteht aus sehr weichem Gewebe mit hohem Fettanteil. Dessen Zusammensetzung wird durch die verzehrten Fette bestimmt, da diese sich in den Hirnzellen anreichern. Wertvoll sind Omega-3-Fettsäuren (z. B. in Fisch), da sie helfen, die Flexibilität und Reaktionsfähigkeit der Zellen zu steigern, wodurch sich die mentale Leistungsfähigkeit insgesamt verbessert. Darüber hinaus scheinen Omega-3-Fettsäuren die Gehirnfunktion dauerhaft zu stärken. Ähnlich positiv scheinen sich die einfach ungesättigten Fettsäuren in Olivenöl, Nüssen und Saaten auf die Hirnfunktion auszuwirken. Entscheidend ist allerdings nicht die reine Menge an gesunden Fetten, die wir zu uns nehmen, sondern das Verhältnis, in dem sie zu den anderen Fetten auf unserem täglichen Speiseplan stehen: Die gesunden Fette sollten nicht zusätzlich verzehrt werden, sondern die weniger gesunden auf dem Speiseplan ersetzen.

Fast Food meiden

Dass Übergewicht dem Körper schadet, ist allgemein bekannt. Dass schon eine ungesunde Ernährung allein die körpereigenen Entzündungswerte in die Höhe treiben und damit schädliche Auswirkungen haben kann, weniger. Forscher vermuten, dass der hohe Gehalt an gesättigten Fettsäuren, Salz und Zucker in dem Fast Food zu einer Entzündung im Hippocampus führte, dem Teil des Gehirns, der für das Lernen und die Gedächtnisfunktion zuständig ist.

Alkohol weglassen

Die Auswirkungen von Alkohol auf die Gehirnfunktion sind sehr komplex. Übermäßiger Alkoholkonsum beeinträchtigt die Blutversorgung im Gehirn, begünstigt Bluthochdruck und Arterienverkalkung, senkt den Serotoninspiegel im Blut und entzieht dem Körper wichtige Vitamine, wodurch das Risiko, einen Schlaganfall oder Gedächtnisstörungen zu erleiden sowie an Depressionen oder Demenz zu erkranken, signifikant erhöht wird.

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