Essen und Trinken

Autor: Reader's Digest Book

Reis kann Arsen enthalten

Gräser wie Reis nehmen Arsen aus dem Erdboden auf, sodass manche Reissorten belastet sind. Besondere Anforderungen gelten bei Lebensmitteln für Kinder, die aus Reis hergestellt werden, etwa Reiswaffeln.

© iStockfoto.com / nsonmiao

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Arsen ist in der Natur weit verbreitet. Es kommt in Böden und manchen Erzen vor und in einigen Regionen der Erde in erhöhten Mengen im Grundwasser. Auch Arsenminerale sind seit dem Altertum bekannt, manche dienten seit alters her als Gift, andere Arsenverbindungen wurden lange Zeit als Farben eingesetzt. Vulkane spucken große Mengen aus, auch mit Phosphatdünger gerät es in den Erdboden, und Autos stoßen es aus, weil Erdöl ebenfalls Arsen enthält.

Positive und negative Effekt

Für manche Tiere ist Arsen in winzigsten Mengen ein lebenswichtiges Spurenelement, eventuell auch für Menschen. In etwas höheren Dosierungen – noch weit unter akuter Giftigkeit – kann es aber biochemische Prozesse vor allem im Erbgut stören und dadurch unter Umständen Mutationen und Krebs auslösen. Anorganische Verbindungen können zudem Gefäß- und Nervenschäden sowie Hautveränderungen bewirken. So ist es im Grunde unvermeidlich, dass Arsen auch in Nahrungsmitteln auftaucht. Reis weist aufgrund seiner besonderen Anbaubedingungen in überfluteten Feldern meist deutlich höhere Arsengehalte auf als andere Getreidearten. Besonders Vollkornreis ist oft belastet, weil sich das Arsen bevorzugt in den Randschichten des Korns einlagert. Die 2015 von der EU für Arsen festgelegten Höchstgehalte liegen zwischen 0,1 mg/kg für weißen Reis, der für Säuglingsnahrung geeignet ist, und 0,3 mg/kg für ungeschälten Reis. Manchmal werden die festgelegten Werte in Reis oder aus Reis hergestellten Nahrungsmitteln, etwa Reiswaffeln, überschritten.

Trotzdem sieht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bei normalem, also eher seltenem Reisverzehr keine Gefahr für die Gesundheit. Kinder allerdings sollten bevorzugt Kinder-Reiswaffeln bekommen, da diese lediglich ein Drittel des Arsengehalts üblicher Reiswaffeln aufweisen.

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