Essen und Trinken

Autor: Reader's Digest Book

Wie viel Wasser braucht der Mensch?

Ohne Flüssigkeit ist kein Leben möglich. Alle Stoffwechselvorgänge laufen in wässriger Umgebung ab – fehlt das Wasser, geht der Organismus zugrunde.

© iStockfoto.com / Imgorthand

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Der Körper verliert täglich etwa 2,5 – 3 Liter Flüssigkeit, vor allem über den Weg durch die Niere (ca. 1,5 l), den Darm (ca. 0,1 l), die Lunge (ca. 0,9 l) und durch Schweißdrüsen (je nach körperlicher Aktivität und Außentemperatur). Dieser Verlust muss ersetzt werden – pro Tag sind also mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit erforderlich, um das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Dieser Bedarf kann aber noch steigen:

  • Wenn die Körpertemperatur bei Fieber von 37 auf 38 °C steigt, muss man mindestens einen halben Liter mehr am Tag trinken.
  • An einem heißen Sommertag kann der tägliche Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen bis zu 4 Liter betragen, die ersetzt werden müssen.
  • Bei starkem Durchfall oder Erbrechen geht überdurchschnittlich viel Flüssigkeit verloren, die wieder zugeführt werden muss.
  • Beim Sport geht dem Körper durch Schwitzen viel Wasser verloren; ein Ausdauerläufer kann mehrere Liter Wasser „verdunsten“, die es zu ersetzen gilt. Mit der Flüssigkeit gehen zudem Mineralstoffe und Salze verloren, wie z. Natrium und Kalium, und auch diese muss man wieder ersetzen.
  • Bei Menschen, die an einer schweren Herz- oder Nierenerkrankung leiden, muss der Arzt entscheiden, welche Menge an Flüssigkeit täglich aufgenommen werden soll.

Was passiert mit dem Wasser?

Das Wasser, das Sie zu sich nehmen, gelangt über den Magen zunächst in den Dünndarm. Ein geringer Teil Flüssigkeit wird, vor allem bei starkem Bedarf, auch über die Mundschleimhaut aufgenommen. Deshalb kann es bei Durst helfen, zusätzlich Eisstückchen zu lutschen. Im Dünndarm gelangt das Wasser dann durch die Darmwand ins Blut; die Niere reguliert, wie viel Wasser ausgeschieden wird und wie viel im Körper verbleibt. Bei Flüssigkeitsmangel bildet die Hirnanhangdrüse vermehrt einen Botenstoff, das antidiuretische Hormon ADH. Er signalisiert den Nieren, mehr Wasser zurückzuhalten. Die Flüssigkeitsmenge im Körper nimmt zu. Gleichzeitig wird das Gefühl „Durst“ vermittelt – man trinkt. Durstempfinden entsteht, wenn der Körper mehr als 0,5 % seines Gewichts an Flüssigkeit verloren hat. Wenn zu viel Wasser im Körper vorhanden ist, wird weniger ADH gebildet, das Durstgefühl gehemmt und die Wasserausscheidung durch die Nieren erhöht.

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