Essen und Trinken

Autor: Reader's Digest Book

Diese Zusatzstoffe stecken in unserem Essen

Zusatzstoffe sind fester Bestandteil der Konservierung und Verarbeitung von Lebensmitteln. Sie erhöhen die Lebensmittelsicherheit gegenüber früher, ungeachtet der Sorgen die wir uns ihretwegen machen.

© Piotr Adamowicz / Fotolia.com

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Früher haben viele Nahrungsmittel-Hersteller ohne Rücksicht auf die Gesundheit zweifelhafte Zusätze eingesetzt. Bäcker verwendeten bisweilen Gips, Pfeifenerde oder sogar Sägemehl, um Brotlaibe schwerer zu machen. Bierbrauer fügten Strychnin zur „Geschmacksverbesserung“ und, um am Hopfen zu sparen bei. Die leuchtenden Farben von Süßigkeiten sollten Kinder anziehen und wurden oft mit giftigen Blei-, Quecksilber- und Kupfersalzen erzeugt. In der EU sind heute rund 320 Zusatzstoffe zugelassen und auf ihre Sicherheit geprüft. Sie werden unter den sogenannten E-Nummern zusammengefasst, wodurch so manches Lebensmitteletikett zu einer kryptischen Aufzählung von Zahlen verkommt. Sie werden für folgende Kernaufgaben eingesetzt:

  • Antioxidantien:
    Fette und Öle können in Verbindung mit Sauerstoff ranzig werden. Daher werden Nahrungsmitteln, die Öle und Fette enthalten, auch Antioxidationsmittel zugesetzt, um den Verderb hinauszuzögern. Eins der gebräuchlichsten Antioxidantien ist Ascorbinsäure (Vitamin C).

  • Lebensmittelfarben:
    Lebensmittelfarben können natürlich oder synthetisch hergestellt sein. Ohne sie würden viele verarbeitete Lebensmittel wenig appetitlich aussehen. Es ist verboten, Lebensmittelfarbstoffe zu verwenden, um Qualitätsmängel zu verdecken – allerdings lassen sich manche Verstöße wohl nur schwer nachverfolgen und nachweisen.

  • Konservierungsmittel:
    Um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern, gibt es drei verschiede Möglichkeiten: Antimikrobielle Stoffe halten das Wachstum von Schimmel, Bakterien und Pilzen im Zaum; Antioxidantien verhindern, wie bereits erwähnt, dass Fette ranzig werden; der dritte Konservierungsmitteltyp greift Enzyme in Nahrungsmitteln an wie z. B. die Phenolase, die das Braunwerden von aufgeschnittenen Äpfeln und Kartoffeln verursacht. Durch Zitronensäure oder Ascorbinsäure (Vitamin C) z. B. kann Phenolase gehemmt und das Braunwerden minimiert werden. Dann wäre da noch das Salz, das zwar konserviert, aber oft als Geschmacksverstärker dient. Experten empfehlen maximal 6 g Salz (2,4 g Natrium) täglich für Erwachsene und viel weniger für Kinder.
    Achten Sie mal auf den Salz- und Natriumgehalt von Suppen, Broten oder sogar Keksen. Sie werden überrascht sein, wie viel „verstecktes” Salz Sie sogar in Nahrungsmitteln finden, die gar nicht salzig schmecken.

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