Gesundheit

Autor: Abbey Schubert

5 Tests, die Ihr Leben retten können

Diese Untersuchungen geben Auskunft über Ihre Herzgesundheit.

© iStockfoto.com / angelp

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Während einer mehr als zehn Jahre andauernden Studie mit gesunden Probanden stellten Forscher des University of Texas South-western Medical Center, USA, fest: Die Ergebnisse von fünf Untersuchungen geben Auskunft über das Risiko von Herzerkrankungen. Teilnehmer mit schlechten Testergebnissen erkrankten 20-mal häufiger am Herzen als diejenigen mit guten Ergebnissen. Diese Tests zeigen deutlicher und früher als herkömmliche Kontrollen von Blutdruck und Cholesterinspiegel, wie es um Ihre Herzgesundheit steht. Wenn Sie rauchen, übergewichtig beziehungsweise familiär vorbelastet sind oder andere Risikofaktoren vorliegen, fragen Sie Ihren Arzt nach den folgenden fünf Tests.

  1. Elektrokardiogramm
    Ein Standard-12-Kanal-Elektrokardiogramm, oft EKG genannt, dauert in der Regel fünf bis zehn Minuten. Es gilt als eine der besten Methoden, um das Risiko für Herzerkrankungen zu beurteilen. Es werden zehn Elektroden an Gliedmaßen und Brust befestigt, um die elektrische Aktivität Ihres Herzens zu messen. So erkennt der Arzt Herzrhythmusstörungen und bestimmte Muster, die oft im Zusammenhang mit Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten.

  2. Koronarer Kalzium-Scan
    Diese strahlungsarme Computertomografie macht Kalzium-Ablagerungen in den Koronararterien sichtbar. „Erkennen wir dort Kalzium, bedeutet das, es liegt eine Athero- sklerose (Verkalkung der Blutbahnen) vor. Diese erschwert die Durchblutung und kann zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen“, erklärt Dr. Andrew M. Freeman, Direktor der klinischen Kardiologie am National Jewish Health in New York City, USA.

  3. Bluttest: C-reaktives Protein
    Die Menge an C-reaktivem Protein (CRP) im Blut steigt bei Entzündungen an. Entzündungen, erklärt der Kardiologe Dr. Freeman, sind die Ursache für eine Vielzahl gesundheitlicher Probleme, unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Fragen Sie möglichst nach einem hochempfindlichen CRP-Test anstelle des standardisierten. Damit erkennt man Entzündungen, die das Herz betreffen, besser.

  4. Bluttest: NT-proBNP oder BNP
    Brain Natriuretic Peptid (BNP) ist ein Hormon, das in Stresssituationen vom Herzen freigesetzt wird. N-Terminal pro-Brain Natriuretic Peptid (NT-proBNP) ist eine Vorstufe des BNP. Ein hoher NT-proBNP- oder BNP-Wert bedeutet, der Herzmuskel hat sich versteift und kann nicht richtig entspannen. Oder aber der Muskel ist geschwächt und pumpt nicht mehr effizient. Diese sogenannte diastolische Dysfunktion ist oftmals die Folge von Bewegungsmangel. Sie kann zudem die Vorstufe einer Herzinsuffizienz sein.

  5. Hochempfindlicher Bluttest: Troponin T
    Ist das Herz erheblichem Stress ausgesetzt oder bereits geschädigt, setzt es das Protein Troponin T frei. Der normale Troponin-Test weist nur große Mengen des Proteins nach, die ausschließlich bei extrem belastenden Ereignissen (wie einem Marathon oder Herzinfarkt) produziert werden. Die neue hochempfindliche Variante erkennt hingegen schon einen viel niedrigeren Troponin-T-Spiegel und ermöglicht den Ärzten so eine frühzeitige Behandlung.

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