Gesundheit

Autor: Reader‘s Digest Book

Bewährte Hausmittel gegen Blasen

Blasen sind ein deutliches Zeichen für zu viel Reibung auf der Haut. Zu sorgen brauchen Sie sich deshalb nicht. Mit ein paar einfachen Hausrezepten lassen sich Blasen schnell heilen und leicht vermeiden.

© istockfoto.com / simarik

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Beachten Sie folgende Ratschläge, um Blasen zu vermeiden:

  • Tragen Sie Schuhe, die passen. Zwischen Ihrem längsten Zeh und der Schuhspitze sollte eine Daumenbreite Platz sein.

  • Tragen Sie Socken, die Feuchtigkeit rasch nach außen transportieren. Und verzichten Sie auf Röhrensocken, sie passen nur selten. Was Sie brauchen, ist ein gutsitzender Strumpf mit eingewebter Ferse, ohne Säume, die unangenehmen Druck ausüben könnten. Wechseln Sie Ihre Socken täglich.

  • Wer immer dieselben Bewegungsabläufe mit Werkzeugen oder Sportgeräten, wie Rechen, Spaten oder Tennisschlägern durchführt, sollte Handschuhe tragen. So ist die Haut optimal geschützt und das Gerät liegt besser in der Hand.

  • Verwenden Sie in keinem Fall ein schweißhemmendes Deo für Ihre Füße. Solche Deos hemmen die Heilung und rufen u. U. schwerwiegende Hauterkrankungen hervor. Zudem sind die Inhaltsstoffe oft gesundheitsgefährdend. Gehen Sie wie folgt vor, wenn sich schon eine Blase entwickelt hat:

  • Tragen Sie ein Antiseptikum auf. Reiben Sie frische, noch geschlossene Blasen behutsam mit Wasserstoffperoxid (in 3 – 3,5%iger Lösung) ein.

  • Falls die Blase bereits offen ist, entfernen Sie das schon zum Teil abgelöste Häutchen mit einer mit Alkohol desinfizierten Hautschere vollständig. So vermeiden Sie, dass die Haut ungewollt abreißt und eine Wunde hinterlässt (die sich leicht infizieren könnte).

  • Schützen Sie die Stelle. Egal ob sie geschlossen oder offen ist, decken Sie die Blase mit etwas Mull oder einem Pflaster ab, um Hautirritationen sowie Infektionen zu vermeiden und das Übel nicht noch zu verschlimmern, wenn Sie wieder in Ihre Schuhe schlüpfen.

Bewährte Hausmittel

In starkem Kamillentee baden

3 Beutel Kamillentee in 2 Tassen kochendes Wasser geben und abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen. 1 TL Natron einrühren und die Blase in dieser beruhigenden, antiseptischen Lösung baden. Befindet sich die Blase an einer schwer zu badenden Stelle, ein Stück Mull mit der Lösung tränken und auf die Blase legen.

Der Trick mit dem Gewebeband

Jogger wenden ihn ständig an. Man wäscht dazu die Füße und tupft die Blase mit Alkohol ab. Dann legt man ein kleines, dünnes Stück Mull darauf und klebt darüber ein Stück Gewebeband. Achten Sie darauf, dass es glatt anliegt, ohne Falten zu werfen. Diese Maßnahme hilft auch, Blasen zu vermeiden. Kleben Sie das Band aber erst auf, wenn der Fuß in Länge und Breite maximal gedehnt ist.

Wundermittel Aloe vera

Die altbewährte Heilpflanze auf Ihrer Fensterbank ist bei Blasen besonders hilfreich und leicht anzuwenden. Einfach ein Blatt abbrechen und das darin befindliche Gel vorsichtig auf die Blase auftragen.

Hilfe aus dem Nähkästchen

Wenn eine Blase sehr groß ist oder sich an einer ungünstigen Stelle befindet, wo sie möglicherweise ohnehin bald reißt, kann es sinnvoll sein, sie aufzustechen. Die Infektionsgefahr ist dann allerdings höher. Desinfizieren Sie darum in jedem Fall die Nähnadel und die Blase zuvor mit Alkohol. Stechen Sie die Blase dann an ein, zwei Stellen ein und drücken Sie die Flüssigkeit vorsichtig heraus. Danach sofort ein antibiotisches Mittel auftragen und mit einem Pflaster abkleben.

Wann zu Arzt?

Gehen Sie zum Arzt, falls die Blase größer ist als 5 cm oder sie sich infiziert hat. Anzeichen für eine Infektion sind Rötungen, die über den Rand der Blase hinausreichen, gelbe Krusten, eitrige Stellen, anhaltende Schmerzen und Fieber. Falls die Blase nicht durch Reibung entstanden ist oder weitere Blasen hinzukommen, könnte es sich auch um Nesselsucht, eine allergische Reaktion, eine Gürtelrose oder eine andere Erkrankung handeln. Im Zweifelsfall konsultieren Sie einen Arzt – auch, wenn Sie Diabetiker sind und eine Blase am Fuß haben. Diabetes verschlechtert die Durchblutung, verlangsamt so den Heilprozess und kann Nervenschäden verursachen, die Sie schmerzunempfindlich machen.

Hinweis: Die in diesem Artikel enthaltenen medizinischen Informationen sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung. Der Verlag empfiehlt allen Patienten mit Krankheits- bzw. Schmerzsymptomen, sich an einen Arzt zu wenden. Dieser Artikel ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autoren noch Verlag übernehmen eine Haftung für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Artikel enthaltenen praktischen Hinweisen resultieren. Die Informationen und Ratschläge in diesem Werk wurden von den Autoren und vom Verlag sorgfältig erwogen und geprüft, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung der Autoren bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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