Gesundheit

Autor: Reader's Digest

Die Suche nach dem „Superager“-Gen

Warum einige Menschen im Alter agiler und leistungsfähiger bleiben.

© iStockfoto.com / Ridofranz

©

©© iStockfoto.com / Ridofranz

Bei jedem Menschen lassen im Alter die kognitiven Fähigkeiten nach. Doch weshalb sind einige Menschen weniger stark betroffen als andere? Wissenschaftler sprechen von „Superagern“, die im Alter von über 80 Jahren bei Gedächtnistests so gut abschneiden wie durchschnittlich 50–65-Jährige. Heute weiß man, dass Superager weniger Beta-Amyloid- Plaques und neurofibrilläre Verschlingungen aufweisen – beide treten vermehrt bei Alzheimer auf. Jetzt hat eine neue Studie belegt, dass dies zum Teil genetisch bedingt ist.

Als die Wissenschaftler das Genom von 56 Superagern untersuchten, fanden sie ein Gen namens MAP2K3, das das Gehirn der Probanden veränderte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass „Superager eine höhere Resistenz gegenüber dem Alter – und den damit verbundenen kognitiven Veränderungen – haben als die normal alternde Bevölkerung“, so der leitende Studienautor.

Können wir also getrost unseren gesunden Lebensstil aufgeben – vernünftig zu essen, uns regelmäßig zu bewegen, Stress und Zigaretten zu meiden –, was seit Langem mit einer verzögerten Alterung des Gehirns in Verbindung gebracht wird? Keinesfalls! Die neuen Forschungsergebnisse weisen lediglich darauf hin, dass Therapien, die auf das Gen MAP2K3 abzielen, eines Tages den altersbedingten Gedächtnisverlust verringern könnten – auch bei Alzheimer-Patienten.

Das könnte Sie auch interessieren

Angebote aus unserem Shop