Gesundheit

Autor: Reader's Digest Book

Heute übliche Therapien gegen Demenz

Folgende Medikamente und Therapien wurden 2019 eingesetzt, um Demenz zu bekämpfen und zu verlangsamen.

© iStockphoto.com / SIphotography

©

©© iStockphoto.com / SIphotography

Acetylcholinesterase-Hemmer:

Donepezil, Galantamin und Rivastigmin hemmen das Enzym, das Acetylcholin im Hirn nach dessen Einsatz abbaut, und erhöhen so dessen Konzentration.

Memantin

blockiert eine Bindungsstelle an den Nervenzellen (NMDA-Rezeptor), die viele Wirkungen des Hirn-Botenstoffs Glutamat vermittelt. Glutamat ist in geeigneter Konzentration für Lernen und Gedächtnis wichtig; zu viel jedoch schädigt Nervenzellen. Davor schützt Memantin.

Individuelle Wirkstoffe

Ganz individuell sind auch Wirkstoffe gegen Depression und andere psychiatrische Symptome hilfreich; ihre Nebenwirkungen jedoch sind streng zu beobachten. Die Symptome der Demenz verbessern sie nicht, manche verschlechtern das Erinnerungsvermögen sogar.

Hinzu kommen

hilfreiche Verfahren nicht medikamentöser Therapien, wie Ergotherapie, Kunst- und Tanztherapie, psychologische Begleitung, sowie spezielle Behandlungsformen für Demente, wie Erinnerungsarbeit und Validation (eine bewusst wertschätzende Haltung von Angehörigen) unter vielen anderen.

Ist die Diagnose Alzheimer-Demenz gestellt, so kann eines der Antidementiva ausprobiert werden. Die Mittel können den weiteren Gedächtnisverlust hinauszögern, aber nicht verhindern.

Das könnte Sie auch interessieren

Angebote aus unserem Shop