Gesundheit

Autor: Reader‘s Digest Book

Jedes Kind kostet (doch) einen Zahn

Eine aktuelle Studie belegt eine Volksweisheit, die eigentlich als veraltet galt: Mütter, die ein oder mehrere Kinder zur Welt bringen, haben im Alter eine schlechtere Zahngesundheit.

© istockfoto.com / nicoletaionescu

©

©© istockfoto.com / nicoletaionescu

Für ihre Untersuchung haben deutsche und niederländische Forscher eine frühere groß angelegte Erhebung ausgewertet. Die „Survey of Health, Ageing, and Retirement in Europe“ umfasst die Daten von etwa 35.000 Personen aus 14 europäischen Ländern und Israel und liefert Informationen über Gesundheit, Bildungsstandard und Haushaltseinkommen. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 67 Jahre. Verglichen wurde für die aktuelle Analyse der Zahnstatus von Müttern mit zwei Kindern mit dem Zahnstatus von Frauen, die nach Zwillingen noch ein drittes Kind bekommen hatten, also alle Kinder im Rahmen von zwei Schwangerschaften auf die Welt gebracht hatten.

Die Datenanalyse ergab einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Zahngesundheit und der Zahl der Kinder, die eine Frau zur Welt gebracht hat. Je größer die Familie war, umso schlechter war der Zahnstatus der Mütter. Dreifache Mütter haben jenseits der Fünfzig durchschnittlich vier Zähne weniger als Mütter desselben Alters mit nur zwei Kindern. Bei den Vätern bestand erwartungsgemäß kein Zusammenhang zwischen der Zahl der Kinder und dem Zahnstatus.

Als Ursachen für den schlechteren Zahnstatus kinderreicherer Frauen benennen die Studienautoren verschiedene Faktoren. Dazu gehören häufigere Zahnfleischentzündungen in einer Schwangerschaft, angegriffener Zahnschmelz durch Schwangerschaftserbrechen, aber auch eine aus Zeit-, zum Teil auch finanziellen Gründen vernachlässigte zahnärztliche Behandlung.

Das könnte Sie auch interessieren

Angebote aus unserem Shop