Gesundheit

Autor: Reader's Digest

Hinweis auf Zöliakie: Juckender, blasenbildender Hautausschlag

Ekzem-artiger Hautausschlag an Ellbogen, Knien, Gesäß, Rücken oder Kopfhaut ist ein mögliches Anzeichen für Zöliakie.

© iStockphoto.com / Oatfeelgood

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Diese Hautreaktion, die an Ellbogen, Knien, Gesäß, Rücken oder Kopfhaut auftritt, erinnert an ein Ekzem. Sie könnte aber von einem wesentlich schwerwiegenderen Problem herrühren: der Zöliakie. Dies ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Zufuhr einer selbst winzig kleinen Menge Gluten, den Körper dazu veranlasst, seinen eigenen Darm anzugreifen.

Der als Dermatitis herpetiformis Duhring bezeichnete Ausschlag tritt bei bis zu 25 Prozent der an Zöliakie erkrankten Menschen auf. Viele dieser Patienten haben jedoch keinerlei Verdauungsbeschwerden.

Nimmt jemand, der an Zöliakie leidet, Gluten zu sich, schüttet der Körper einen Antikörper aus – das sogenannte IgA, das den Darm angreift. Manchmal sammelt sich IgA auch in den kleinen Blutgefäßen unter der Haut an und löst den charakteristischen Hautausschlag aus.

Anders als Menschen mit anderen Formen der Zöliakie brauchen Patienten mit Dermatitis herpetiformis Duhring für eine gesicherte Diagnose keine endoskopische Biopsie über sich ergehen zu lassen. Ein Arzt kann einfach eine Probe des vom Ausschlag betroffenen Gewebes auf die Antikörper hin untersuchen, die Zöliakie anzeigen.

Sobald sich der Patient glutenfrei ernährt, verschwindet der Hautausschlag wieder, und der Körper ist vor den ernsten langfristigen Schädigungen durch Zöliakie geschützt, zum Beispiel vor Osteoporose oder Dünndarmkrebs.

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