Gesundheit

Autor: Reader's Digest

Wie sinnvoll ist die regelmäßige Einnahme von Aspirin?

Schützt eine geringe tägliche Dosis Aspirin tatsächlich vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs?

© iStockfoto.com / dolgachov

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Mehrere Studienergebnisse haben dies nun infrage gestellt. Eine groß angelegte Studie begleitete mehr als 19 .000 gesunde Personen im Alter von 65 Jahren oder älter. Eine Gruppe der Studienteilnehmer bekam täglich 100 Milligramm Aspirin, die andere ein Placebo. Das Ergebnis: Nach rund fünf Jahren Laufzeit zeigte sich in der Aspirin-Gruppe keine Verringerung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Demenz, dafür aber ein deutlich höheres Risiko für Blutungen im Verdauungstrakt sowie im Gehirn. Zudem war auch das Risiko, an Krebs zu sterben, in dieser Gruppe erhöht.

In einer anderen Studie mit mehr als 12.500 Personen im Alter von 55 Jahren oder älter, die ein leichtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten, brachte die tägliche Einnahme von Aspirin keinen Vorteil.

Eine Studie mit 15.000 Diabetes-Patienten zeigte: Die tägliche Aspirin-Einnahme beugte bei dieser Personengruppe einerseits Herzinfarkt und Schlaganfall vor. Andererseits verursachte sie nicht selten schwere Blutungen. Zudem ergab eine Analyse der Daten von 117.000 Patienten, dass übergewichtige Menschen eine höhere Dosis benötigen, um das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall und Darmkrebs zu senken.

Fazit: Es gibt eindeutige Hinweise, wonach Aspirin Patienten helfen kann, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, oder bei denen aus anderen Gründen ein erhöhtes Risiko besteht. Für andere Personengruppen ist der Nutzen nicht ausreichend bewiesen, vor allem nicht bei älteren Menschen mit geringem Risiko. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von Aspirin beginnen oder das Medikament absetzen.

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