Haus und Garten

Autor: Reader‘s Digest Book

Spätherbst oder Frühwinter: Jetzt ein Hochbeet bauen!

Diese spezielle Beetform bietet zahlreiche Vorteile. Durch ihre an­genehme Höhe kann man bequem arbeiten. Und egal, wie schlecht der Boden in Ihrem Garten von Natur aus ist, mit einem Hochbeet schaffen Sie ideale Bedingungen für die gewünschten Gewächse.

© Reader's Digest / JudiParkinson

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©© Reader's Digest / JudiParkinson

Durch den festen Rahmen bleibt die Erde an ihrem Platz, was dem Garten ein ordentliches Aussehen gibt. Als Material für die Einfassung bietet sich neben Holz auch Metall an. Recht unkompliziert zusammenbauen lässt sich ein Hochbeet aus schlichten Holzbrettern. Im Inneren werden die Seitenwände des Kastens, der nicht höher als 1,2 m sein sollte, mit einer Folie ausgekleidet. Wenn man ihn ganz klassisch befüllt, eignet er sich besonders gut für die Anzucht von Gemüse und Sonderkulturen. Denn durch die besondere Schichtung der verschiedenen Materialien ist die Temperatur um bis zu 8 °C höher als in normalen Beeten. Dementsprechend früher kann man das Gemüse ausbringen und wiederum länger beernten.

Auch die Nährstoffversorgung ist gesichert, wenn Sie die einzelnen Lagen wie folgt aufeinanderschichten: Zuerst füllt man grobes, holziges Material (Äste, unbehandelte Holzkistenteile) ein. Darauf folgt fein geschredderter Gehölzschnitt, danach kann man frische Grünabfälle aus Garten und Küche (Staudentriebe, rohe Gemüseschalen etc.) sowie Laub oder auch Mist auflegen. Jetzt folgt eine Lage halb verrotteter Kompost, zum Schluss eine Mischung aus Muttererde und reifem Kompost. Jede Schicht ist 15-20 cm dick; die abschließende Lage, in die auch gepflanzt wird, eher noch etwas höher.


Allein schon deshalb, weil zu dieser Zeit viel Schnittgut anfällt, sollte man das Hochbeet im Spätherbst oder Frühwinter anlegen. Erst im Frühling wird es dann bepflanzt. Da vor allem im ersten Jahr der Nährstoffgehalt sehr hoch ist, dürfen zunächst nur Starkzehrer wie Kohl, Tomaten, Zucchini oder Lauch hinein. Ab dem zweiten Jahr gedeihen auch Mittel- und Schwachzehrer darin, z.B. Salate, Spinat, Zwiebeln. Mit der Zeit setzt sich die aus organischem Material bestehende Füllung, weshalb man immer wieder Erde nachfüllen muss. Nach etwa fünf Jahren ist eine komplett neue Füllung notwendig. Wer das Beet dauerhaft bepflanzen will, füllt es z.B. halb mit Gartenerde, halb mit Grob- und Feinkompost.


Ein Hochbeet vorbereiten und befüllen - so geht's

  1. Zum Stabilisieren kann man einen niedrigen Rahmen, z.B. aus Holzbrettern, darum setzen. Am besten legt man es im Spätjahr an. Zuerst hebt man die Fläche gut 20cm tief aus. Damit Wühlmäuse nicht nach oben gelangen, legt man vor dem Befüllen feinmaschigen Draht aus. Als unterste Schicht gibt man dann grobes Schnittgut - Zweige - hinein. Jede Schicht festtreten, damit keine Hohlräume entstehen.

  2. Darauf folgen Blätter und Stiele von abgeräumten Stauden und Sommerblumen.

  3. Das Ganze deckt man dann mit einer Schicht Gartenerde ab.

  4. Die Fläche einebnen; erst im Frühjahr wird gepflanzt.


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