Körper und Psyche

Autor: Reader's Digest - did

Sonne macht uns braun und glücklich

Sonnenstrahlen sind nicht nur etwas für Bräunungs-Fanatiker: In Maßen genossen, fördern sie unsere Gesundheit.

©  liskam / Fotolia.com

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Endlich ist es wieder warm genug, um auf dicke Socken und Rollkragen-Pullis zu verzichten und dafür die Sonnenbrille aufzusetzen. Viele verlagern jetzt ihr Mittagsschläfchen von der Couch auf die Gartenliege, um Sonne zu tanken. Bleichgesichter verwandeln sich dabei in Rothäute, aber auch bei weniger blasen Zeitgenossen hinterlässt ein Sonnenbad Spuren.

Warum wird die Haut durch Sonneneinstrahlung eigentlich braun? Ist das nur ein netter optischer Effekt oder steckt mehr dahinter? Die Bräunung ergibt tatsächlich Sinn. Sie ist ein Schutzmechanismus unseres Körpers. Das Sonnenlicht besteht unter anderem aus UV-Strahlen. Dringen diese in die Haut ein, wird in der Oberhaut Melanin gebildet. Melanin ist ein Pigment, also eine farbgebende Substanz, das in pflanzlichen, tierischen und menschlichen Zellen vorkommt – vor allem in Haut, Haaren oder Federn. Dieser Farbstoff schützt die Haut vor der schädlichen UV-Strahlung, indem er sich um den Zellkern legt. Deswegen kann man umso länger in der Sonne bleiben, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, je dunkler der Teint ist.

Aber Vorsicht: Gerade im Frühsommer unterschätzen viele die Kraft der Sonne und setzen sich der Strahlung zu lange aus. Das Tückische daran: Ein Sonnenbrand macht sich erst mit Verzögerung bemerkbar. Häufiges und intensives Sonnenbaden lässt die Haut schneller altern. Im allerschlimmsten Fall entsteht sogar Hautkrebs. Deswegen sollte man nicht zu lange in der Sonne bleiben, und sich mit Kleidung bedecken oder eincremen. Die Lippen verfügen übrigens über fast keinen Eigenschutz und müssen deswegen besonders geschützt werden.

Gar nicht in die Sonne zu gehen, löst das Problem auch nicht. Sonnenlicht ist – in Maßen genossen – gesund. Viele Deutsche sind in der Winterzeit nicht optimal mit Vitamin D versorgt. Diesen Vitalstoff, der uns vor Osteoporose, Darmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen soll, können wir nur mithilfe von Sonnen licht bilden. Für hellhäutige Menschen genügen bereits wenige Minuten mit entblößten Unterarmen und Gesicht, um auf die nötige Dosis zu kommen.

Und noch etwas anderes kann die Sonne: Durch ihr Licht bekommen wir gute Laune. Es wird das Glückshormon Serotonin gebildet – eine Substanz, die die Stimmung aufhellt und den Antrieb steigert. Ein Sonnenbad mit dem richtigen Schutz und außerhalb der strahlungs-intensiven Mittagszeit tut also nicht nur gut, sondern auch etwas für die Gesundheit!

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