Medizin News

Autor: Reader's Digest

Die freie Natur als zusätzliches Büro

Die meisten Menschen mit einem Schreibtischjob arbeiten drinnen – auch im Home­office. Das Büro nach draußen zu verlagern, ist unüblich.

© iStockfoto.com / Blackzheep

©

©© iStockfoto.com / Blackzheep

Im April veröffentlichte die Zeitschrift Frontiers of Psychology die Ergebnisse einer schwedischen Studie, bei der Freiwillige draußen arbeiteten. Ihr Fazit: Es hatte viele Vorteile, darunter ein gesteigertes allgemeines Wohlbefinden, ein Gefühl der Unabhängigkeit, bessere Konzentrationsfähigkeit und Zusammenarbeit mit Kollegen. Im Freien zu arbeiten führte jedoch auch zu Schuldgefühlen: Die Probanden hatten das Gefühl, nicht wirklich zu arbeiten. Es war zu angenehm.

Diese Reaktion ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass Büroarbeit im Freien nicht der Norm entspricht. Die meisten Menschen im Büro haben sich daran gewöhnt, dass Arbeit stilles Sitzen bedeutet und man nur in der Freizeit hinausgeht und sich bewegt. Einige Teilnehmer gaben sogar an, dass sie sich im Büro nicht sicher waren, ob sie ihren Schreibtisch nach Belieben verlassen durften.

Es gibt keinen produktivitätsbezogenen Grund, warum jemand nicht im Park mit seinem Laptop arbeiten oder über ein Headset an einer Telefonkonferenz teilnehmen kann, während er spazieren geht. Im Gegenteil, ein Spaziergang hilft sogar beim Nachdenken: Die Studienteilnehmer sagten, dass sie den Kopf frei hatten, um Probleme besser zu lösen, sich mental auf bevorstehende Anforderungen vorzubereiten oder kreative Ideen zu entwickeln.

Das könnte Sie auch interessieren

Angebote aus unserem Shop