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Autor: Cornelia Krappel

Stil-Ikone mit Rehaugen: Schauspielerin Audrey Hepburn

Die Rolle der Holly Golightly in Frühstück bei Tiffany machte Audrey Hepburn berühmt. In der Pose im schwarzen Cocktail-Kleid und mit ultralanger Zigarettenspitze wurde sie zur Hollywood-Stil-Ikone, die bis heute die Mode prägt. 

Stil-Ikone mit Rehaugen: Schauspielerin Audrey Hepburn

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©istockfoto.com / Bet_Noire und istockfoto.com / sinopics

Dabei wollte sie eigentlich keine Schauspielerin werden und kam zudem weit entfernt von Kaliforniens Traumfabrik und Film-Mekka Hollywood zur Welt:  Geboren wurde sie am 4. Mai 1929 unter dem Namen Audrey Kathleen Ruston in Belgien. Ihr Vater war Brite, ihre Mutter stammte aus den Niederlanden. Audrey Hepburn wollte unbedingt Tänzerin werden, aber dieser Traum erfüllte sich nicht. Stattdessen arbeitete die junge Britin zunächst als Model und spielte in kleineren Musicals und britischen Filmen mit, bis sie in Monte Carlo als Hauptdarstellerin für die Broadway-Inszenierung des Stücks Gigi engagiert wurde. Dafür reiste sie nach New York. Das Stück wurde ein Erfolg und Hollywood wurde auf die zierliche Europäerin mit den großen Rehaugen aufmerksam: Die grazile Elfe bekam die Hauptrolle im Kassenschlager Ein Herz und eine Krone (1953) und wurde mit nur einem Film über Nacht zum Star und zur Oscar-Preisträgerin als beste Hauptdarstellerin (1954). 

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Schon bald galt Audrey Hepburn als Garant für erfolgreiche Produktionen. Fast alle Filme mit ihr wurden wirtschaftliche Erfolge, viele sind heute Klassiker, wie My Fair Lady oder Frühstück bei Tiffany (1961). Dieser Film mit Audrey Hepburn als liebenswertem Callgirl Holly Golightly war es auch, der sie zur Stil-Ikone machte. Im eleganten schwarzen Kleid des französischen Mode-Designers Givenchy und mit übergroßer Sonnenbrille schlendert Holly Golightly darin unbeschwert durch New York.

Die Mode-Ikone

Nicht nur, dass ihr Givenchy-Mode offenbar gut gefiel. Mit Designer Hubert de Givenchy verband sie eine tiefe Freundschaft, sie wurde zu seiner Muse und er war es auch, der für ihren unverwechselbaren Look sorgte: das Kleine Schwarze, riesige Sonnenbrillen, 7/8-Hosen und flache Ballerina-Schuhe wurden zu ihrem Markenzeichen. Der Hepburn-Stil ist bis heute Kult und tausendfach kopiert worden.

Sie gewann alle großen Filmpreise

Audrey Hepburn zählt übrigens zu den wenigen Schauspielerinnen, die während ihrer aktiven Zeit als Schauspielerin alle vier großen Filmpreise gewonnen hat: je einen Oscar und einen Emmy und dazu zwei Tony Awards und einen Grammy. Einen weiteren Oscar erhielt sie nach ihrem Tod als Auszeichnung für ihr großes Engagement für Kinder und arme Menschen. Insgesamt 23 Preise hat sie für ihre Arbeit bekommen, davon vier posthum, und 13 mal war sie zusätzlich für bedeutende Filmpreise nominiert. Und natürlich ist sie mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood verewigt. Bis in die 60er Jahre hinein war sie eine der prägenden Hollywood-Schauspielerinnen. Danach machte sie sich auf der Leinwand eher rar und widmete sich ihrer Familie und ihren beiden Söhnen, von denen sie einmal sagte, sie seien ihr gelungenstes Werk. Ihre letzte Rolle war die eines Engels in dem Film Always (1989) von Steven Spielberg. Am 20. Januar 1993 starb sie in Tolochenaz (Schweiz) am Genfer See.

Der kuriose Fall der deutschen Audrey Hepburn-Briefmarken

Audreys Gesicht ziert unter anderem eine US-Briefmarke aus der Serie "Legends of Hollywood" (Foto oben). Doch kennen Sie schon die Geschichte von der berühmten Audrey Hepburn-Briefmarke, die eigentlich in Deutschland veröffentlicht werden sollte?

Ursprünglich sollte Hepburn als Holly Golightly mit Zigarettenspitze darauf zu sehen sein, eine Szene aus ihrem berühmten Film Frühstück bei Tiffany. Doch da ihre Söhne Sean Ferrer und Luca Dotti der Verwendung des Motivs nicht zustimmten (sie waren zuvor schlichtweg nicht gefragt worden), musste die gesamte Druckauflage (14 Millionen Marken) 2001 zurückgezogen und vernichtet werden. Lediglich zwei Bögen blieben nach Angaben der Deutschen Post erhalten: Einer für das eigene Archiv und einer für das Deutsche Postmuseum. Ein Sammler aus Bayern entdeckte 2004 jedoch einige Exemplare, die scheinbar übersehen worden waren. Die sind nun kostbare Raritäten. Insgesamt fünf Exemplare sind erwiesenermaßen zusätzlich noch im Umlauf. 2010 wurden für 430.000 Euro in Berlin übrigens zehn Exemplare für einen guten Zweck versteigert: Der Erlös ging an die Unicef-Bildungskampagne "Schulen für Afrika" und an die Audrey-Hepburn-Kinder-Stiftung.

 

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