Spielen und Lachen

Autor: Kirstin von Elm

Quiz: Wintertiere

11 Fragen rund um Eisbär, Pinguin & Co.
Quiz: Wintertiere

©

©istpockfoto.com/Mathew Bocian
1. In kalten Regionen halten einige Tierarten die sogenannte Winterruhe, beispielsweise der Sibirische Braunbär. Andere wie der Arktische Ziesel, eine Erdhörnchenart, halten echten Winterschlaf. Was trifft ausschließlich auf die Winterschläfer zu?
a) Einmal eingeschlafen, wachen sie erst im Frühjahr wieder auf.
b) Ihre Körpertemperatur sinkt stark ab.
c) Sie futtern sich im Spätsommer und Herbst ein Fettpolster an.
Antwort:
1b) Nur Winterschläfer senken ihre Körpertemperatur drastisch ab, um Energie zu sparen.



2. Trächtige Eisbär-Weibchen ziehen sich den Winter über in eine Schneehöhle zurück, wo sie ihre Jungen gebären. Wie stellt die Eis­bärin sicher, dass Trächtigkeit und Geburt in die richtige Jahreszeit fallen? Sie paart sich …
a) ausschließlich im Juni.
b) ab März. Bis Juni frisst sie aber empfängnisverhütende Kräuter.
c) ab März. Sie kann jedoch die Ei-Einnistung verzögern.
Antwort:
2c) Eisbären paaren sich zwischen März und Juni. Die Eisbärin kann aber die Einnistung des befruchteten Eis in die Gebärmutter hinauszögern, damit die Geburt
ihrer meist ein bis zwei Jungen in den Spätherbst oder frühen Winter fällt.



3. Nur wenige Hundearten eignen sich als Schlittenhunde. Das berühmte Iditarod-Rennen erinnert an den Staffellauf von 20 Gespannen, die im Winter 1925 in Alaska 1085 Kilo­meter über schwierigstes Gelände in fünfeinhalb Tagen zurücklegten. Was transportierten sie so eilig?
a) ein Diphtherie-Antiserum
b) den Schlüssel des Hauptsafes von Fort Knox
c) Dynamit, um den Hafen von Anchorage von Eis zu befreien
Antwort:
3a) Im Januar 1925 brach Diphtherie in Nome aus. Die Siedlung an der Beringsee war damals im Winter komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Eine Staffel aus Hundeschlitten trotzte Temperaturen von bis zu minus 45 Grad und widrigsten Bedingungen, um rettendes Serum nach Nome zu bringen.



4. Der Japanmakak ist auch als Schneeaffe bekannt. Eine Gruppe dieser Tiere, die im japanischen Nationalpark Joshin’etsu-Kogen lebt, begegnet winterlichen Temperaturen mit einer besonderen Strategie. Die Affen …
a) baden in heißen Quellen.
b) weben sich Umhänge aus Gras.
c) machen Feuer. Dies haben sie von den Parkwächtern gelernt.
Antwort:
4a) Im Jigokudani-Tal des Nationalparks auf der größten japanischen Insel Honshu baden die Affen in heißen Quellen.




5. Manche Tiere sind nicht gerade Sympathieträger. Welche der folgenden Plagegeister sind sogar in der Antarktis zu finden?
a) Blutegel
b) Mücken
c) Skorpione
Antwort:
5b) In der Antarktis leben Mücken der Art Belgica antarctica. Die gute Nachricht: Sie sind flügellos und stechen nicht.



6. Der Schneeleopard lebt im Himalaja und in den Hochgebirgen Zentralasiens wie dem Altai. Zu seiner Ausrüstung für ein Leben in Kälte und Schnee gehören…
a) dunkle, transparente Augen­lider als „Schneebrille“.
b) ein Stummelschwanz, der nicht abfrieren kann.
c) Pfoten mit behaarten Sohlen und Schneeschuhfunktionalität.
Antwort:
6c) Die Sohlen der Raubkatze sind mit einem Haarpolster bedeckt, das sie vor Kälte schützt. Zugleich vergrößert es ihre Ober­­fläche und verringert so das Ein­sinken in Schneefeldern.



7. Der Pinguin kann nicht fliegen, aber schwimmen und tauchen wie sonst kein Vogel. Darüber hinaus trotzt er Temperaturen von bis zu minus 70 Grad. Wie hält er sich warm?
a) Er reduziert die Durchblutung seiner Füße.
b) Er verfügt über eine dicke Fettschicht und ein wasser­-undurchlässiges Federkleid.
c) Pinguine stehen in Gruppen und wechseln regelmäßig vom Rand in die Mitte.
Antwort:
7a+b+c) Pinguine können die Durchblutung in ihren Füßen absenken, was den Wärmeverlust verringert. Zudem besitzen sie eine dicke Fettschicht und Federn, die wie Dach­ziegel auf ihrer Haut angeordnet sind. Oft stehen sie in Gruppen dicht gedrängt. Dann lösen Pinguine aus der Mitte regelmäßig die Artgenossen am Rand ab.



8. Die Bergmannsche Regel hat nichts mit Bergbau zu tun, sondern beschreibt ein Prinzip aus dem Tierreich, das der Anatom und Physiologe Carl Bergmann Mitte des 19. Jahrhunderts beobachtet hat. Ihr zufolge sind gleichwarme Tiere wie Säugetiere und Vögel, die in der Kälte leben, im Vergleich zu nah verwandten Arten in warmen Regionen…
a) größer.
b) heller gefärbt.
c) kleiner.
Antwort:
8a) Die Regel besagt vereinfacht, dass gleichwarme Tiere in kälteren Regionen größer sind als in warmen. Sie vertragen Kälte besser, weil der Wärmegewinn durch das größere Körpervolumen den Wärmeverlust durch die größere Körperoberfläche übertrifft.




9. Der Narwal lebt an der Packeisgrenze im Arktischen Ozean. Exemplare seines langen, gedrehten Stoßzahns wurden im Mittelalter in Europa als Beleg für die Existenz des Fabelwesens Einhorn gedeutet. Ihnen wurden wundersame Eigenschaften nachgesagt. Was versprach man sich von den Stoßzähnen?
a) ewiges Leben
b) Heilung von der Pest
c) Schutz vor Giften aller Art
Antwort:
9b+c) Man hoffte auf Heilung von der Pest und Schutz vor Giften.




10. In einem niederländischen Marinestützpunkt hielt 2021 ein Walross tagelang ein U-Boot besetzt. Letzten Sommer tauchte ein Artgenosse an der finnischen Ostseeküste auf. Was brachte die Tiere, die in der Arktis leben, nach Süden?
a) Auf Futtersuche folgten sie Fischkuttern in deren Heimat.
b) Schmelzendes Polareis ließ sie nach neuen Brutplätzen suchen.
c) Sie waren aus einem belgischen Delfinarium entwischt.
Antwort:
10b)  Walrosse schlafen bis zu 20 Stunden am Tag und benötigen dafür eine sichere Plattform. Weil sich das Packeis zurückzieht, werden die Ruheplätze auf Eisschollen in der Arktis knapp.



11. Vielen Menschen sind Rentiere nur als Begleiter des Weihnachtsmanns ein Begriff. Für nordeuropäische Völker aber sind die domestizierten Hirsche seit mehr als 3000 Jahren Lebensgrundlage. Eine faszinierende Eigenschaft der Tiere wurde erst vor Kurzem wissenschaftlich bestätigt. Rentiere…
a) hören mit ihrem Geweih.
b) können im Gehen schlafen.
c) wechseln im Winter ihre Augenfarbe.
Antwort:
11c)  Im Sommer reflektieren die Augen der Rentiere das Licht und schimmern golden. Im Winter streuen sie es und werden tiefblau. So können die Tiere sogar bei vollständiger Dunkelheit sehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Angebote aus unserem Shop