Fasolada
Ein traditionelles vegetarisches Gericht, die Seele der griechischen Küche.
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Für 4 Portionen
Zubereitungszeit: 50–135 Minuten
Zutaten:
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400 g getrocknete weiße Bohnen
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1 große Zwiebel
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2 Karotten
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2 Selleriestangen
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2 oder 3 reife Tomaten, geschält und gehackt (oder 200 g passierte Tomaten)
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1 Lorbeerblatt
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60 ml natives Olivenöl extra
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Wasser oder Gemüsebrühe
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gemahlener schwarzer Pfeffer
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Salz
ZUBEREITUNG
- Die Bohnen etwa 12 Stunden lang einweichen. Dann waschen, abtropfen lassen und in einen Topf oder eine große Pfanne geben.
- Die Zwiebeln schälen, Karotten, Sellerie und Tomaten waschen. Klein schneiden und zu den Bohnen in den Topf geben.
- Wasser oder Brühe sowie Öl, Salz und Lorbeerblatt hinzufügen.
- Auf hoher Stufe erhitzen und mehrmals den Schaum entfernen.
- Das Gericht 35 Minuten (im Schnellkochtopf) oder 2 Stunden (im herkömmlichen Topf) kochen lassen. Bei Letzterem mittlere bis niedrige Hitze beibehalten, damit der Eintopf langsam köchelt.
- Wenn die Bohnen weich sind, abschmecken und mit einem Schuss Olivenöl heiß servieren.
Der Ursprung dieser Bohnensuppe reicht bis in die Antike zurück und passt dank ihrer Hauptzutat sowie dem unverzichtbaren Olivenöl perfekt zur mediterranen Ernährung. Das einfache Gericht wurde von Bauern zubereitet und dem Gott Apollo während des Herbstfestes Pyanopsia dargebracht, dessen Name sich von pyanos (Bohne) und hepsein (kochen) ableitet. Ein traditionsreiches Rezept, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde und heute als Nationalgericht Griechenlands gilt –auch wenn es international weniger bekannt ist als andere griechische Spezialitäten.
Geschmack und Geschichte gehen bei der Fasolada Hand in Hand. Ein Großteil ihrer Beliebtheit beruht auf der einfachen Zubereitung und den ernährungsphysiologisch wertvollen Zutaten. Es ist eine preiswerte, reichhaltige und gesunde Suppe, die einen guten Teil des täglichen Nährstoffbedarfs deckt. Die Fasolada ist ein perfektes Beispiel für eine ausgewogene pflanzliche Mahlzeit und ist damit geeignet für Vegetarier und Veganer, aber auch für Gläubige, die ihr Fasten nicht unterbrechen möchten.
In der griechischen Küche ist die nahrhafte Bohnensuppe unverzichtbar, sowohl zu Hause als auch in vielen Restaurants und volkstümlichenen Tavernen wird sie serviert. Ob in der klassischen oder auch in einer moderni-
sierten Version – mit aromatisiertem Öl, Wildkräutern, gerösteter Tomatenreduktion oder anderen Zutaten – ist diese Suppe auch ein Symbol für Solidarität. Unabhängig davon, wo in Griechenland sie gegessen wird, ist die Fasolada für alle da. Das zeigt sich auch in Redewendungen, die auf die Großzügigkeit und Brüderlichkeit anspielen, die dieses Gericht symbolisiert.
Die häufigsten Rezepte enthalten kein Fleisch, aber manche Köche geben gern Wurst oder Würstchen hinzu. Je nach Anteil der verwendeten Zutaten kann die Konsistenz der Fasolada variieren und ist dann entweder eine leichte Suppe oder ein dickflüssiger Eintopf als Hauptgericht.
Außerdem gibt es regionale Unterschiede in den Rezepten, zum Beispiel ist sie auf den Inseln eher weiß (lefkí, ohne Tomaten). Oder die Suppe wird scharf (pikántiki), weil Chili oder Paprika hinzugefügt werden. Jede Familie setzt da auf ihr individuelles Rezept.





