Gesundheit

Autor: Reader’s Digest Book

Covid-19: Diese Medikamente helfen beim Gesundwerden

Covid-19 wird endemisch, das heißt, es wird fortwährend gehäuft auftreten. Davon gehen mittlerweile alle Wissenschaftler weltweit aus. Selbst die Hoffnung auf eine sogenannte Herdenimmunität ist inzwischen geschwunden.

Covid-19: Diese Medikamente helfen beim Gesundwerden

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©istockfoto.com / Ladanifer

So wird auch eine Durchimpfrate von geschätzten 80 – 85 % oder sogar eine Durchseuchung von 95 %, wie sie in einzelnen Teilen Deutschlands bereits beobachtet wurde, das Virus nicht aufhalten können. Zu zahlreich sind die Mutationen, die der Erreger meist in fernen Ländern mit geringerer Impfquote durchläuft. Jede Variante weicht von der vorher erworbenen Immunantwort ab, was zu immer neuen Ausbrüchen, sogenannten Hotspots, führt.

Rund 600 Medikamente

Entsprechend arbeitet die Pharmaindustrie auf Hochtouren in ihrem Bestreben, möglichst schnell – neben immer neuen Impfstoffen, die sich einen Wettlauf mit der neuen Mutante liefern – auch möglichst wirksame Medikamente auf den Markt zu bringen. Sie sollen im Infektionsfall die Erkrankung abfedern und verkürzen. Im Jahr 2021 befanden sich mehr als 600 verschiedene Medikamente gegen Covid-19 in der klinischen Entwicklung. 13 haben eine Notfallzulassung erhalten und 87 befinden sich in Phase drei oder vier einer klinischen Prüfung.

 

Antivirals

Generell gibt es zwei Wirkprinzipien: Zum einen sind das die sogenannten antiviralen Wirkstoffe. Das sind Substanzen, welche die Atemwege vor einem Kontakt mit dem Virus schützen, das Eindringen der Viren in die Zelle verhindern oder das Virus durch monoklonale Antikörper (mAK) abfangen. REGN-COV2, Bamlanivimab, Etesevimab, Regdanvimab oder Sotrovimab sind solche Stoffe, die sich derzeit im Zulassungsverfahren befinden. Antivirals werden in der ersten Woche nach Symptombeginn vorrangig bei Erwachsenen mit beinträchtigtem Immunsystem und einem Risikofaktor für einen schweren Verlauf eingesetzt. Seit Mai 2022 stehen – laut neuer Behandlungsleitlinie – monoklonale Antikörper auch zur sogenannten Präexpositionsprophylaxe zur Verfügung. Darunter versteht man eine passive Immunisierung für gefährdete Personen mit schwerwiegender Immunschwäche.

 

Virostatika

Das andere Wirkprinzip beruht auf der meist ungerichteten Hemmung bestimmter Virenenzyme, die diese zur Vermehrung benötigen. Vorwiegend sind das Medikamente, die bereits auf dem Markt sind und nun auf die Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 geprüft werden und entsprechend eine erweiterte Zulassung erhalten. Beispiele dafür sind die Wirkstoffe Remdesivir, der gegen das Ebolavirus entwickelt wurde, und Molnupiravir, das zur Behandlung der Grippe gedacht war, aber in Studien gute Erfolge gegen das Corona-Virus nachweisen konnte. Es schleust RNA-ähnliche Bausteine in das Erbgut der SARS-CoV-2-Viren ein und verhindert so deren Ausbreitung.

 

Paxlovid

Eine Sonderstellung unter den Virostatika nimmt der Wirkstoff Paxlovid ein, der sich aus den beiden Substanzen Nirmatrelvir und Ritonavir zusammensetzt und speziell gegen das Coronavirus enwickelt wurde. Er blockiert selektiv die Protease 3 CLpro. Dieses Enzym benötigt das SARS-CoV- 2-Virus, damit es sich vermehren kann. Tatsächlich wirkt das Medikament gut gegen schwere Verläufe, wie bereits mehrere Studien gezeigt haben. Die Europäische Arzneimittelbehörde hat das Medikament bedingt zugelassen.

 

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