Gesundheit

Autor: Reader's Digest Book

Regelmäßig trainieren, besser denken können

Körperliche Aktivität und kognitive Leistung, so beschreiben Studien seit Jahren, hängen eng zusammen. Das Forschungsprojekt „DenkSport“ der Sporthochschule Köln untersucht, wie sich ein moderates Ausdauertraining auswirkt, wenn bereits leichte kognitive Einschränkungen vorhanden sind.
Regelmäßig trainieren, besser denken können

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©istockfoto.com / Drazen Zigic
Diese können, müssen aber keine Vorstufe zu einer Demenz sein. Projekt. Erste Ergebnisse an 225 Teilnehmern zeigen, dass vor allem die Regelmäßigkeit des Trainings sowie das Ansprechen mehrerer Sinne zu Verbesserungen der kognitiven Leistungsfähigkeit führen, so die Einschätzung des Neurowissenschaftlers Stefan Schneider. Erst dann käme es zu neurophysiologischen Umbauprozessen, die auf die Forderung des Körpers durch die sportliche Betätigung zurückgingen und auch das zentrale Nervensystem erreichen. Kreuzworträtsel lösen z. B. rufe dagegen nur vorhandene Informationen ab, fordere das Gehirn aber nicht. Ein wichtiger Aspekt sei aber auch, dass die erhöhte körperliche Fitness das Selbstvertrauen stärke und so der Aktivitätsradius wieder größer werde. Denn soziale Isolation gehöre zu den Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung einer Demenz. „Ältere Menschen ziehen sich zurück, bleiben zu Hause, trauen sich nichts mehr zu. Und das ist quasi wie den Körper in Gips legen“, so Schneider

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Schwierige Wortfindung

Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig fanden eine mögliche Ursache, warum viele Menschen im Alter zunehmend Wortfindungsprobleme haben. Eine Vergleichsstudie an jüngeren und älteren Teilnehmern, die unter dem MRT semantische Aufgaben lösen sollten, zeigte, dass das Multifunktionelle Netzwerk (Multiple Demand Network) bei den Älteren weniger aktiv war. Das Netzwerk umfasst verschiedene Hirnregionen und wird bei zahlreichen Aufgaben aktiviert, die kognitive Leistungen wie Schlussfolgern und Problemlösen erfordern.

Naturstoff stärkt das Gehirn

Das in vielen Nahrungsmitteln enthaltene Spermidin stärkt das alternde Gehirn und kann dem geistigen Abbau entgegenwirken. Dies zeigen Experimente der Universität Graz an Mäusen und Menschen. Unter einer spermidinreichen Kost besserten sich die Gedächtnisleistungen und bei älteren Studienteilnehmern war eine geringere kognitive Einbuße zu verzeichnen. Grundlage der Wirkung, so die Studienautoren, scheinen Spermidineffekte auf die Energieproduktion der Hirnzellmitochondrien sowie auf zelluläre Entsorgungsprozesse zu sein. In größeren Mengen vorhanden ist der Naturstoff in Nüssen, Pilzen oder Weizenkeimen.

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