Reise

Autor: Dorothee Fauth

Ganz in Weiß: Kreidefelsen auf Rügen

Die Kreidefelsen auf der Ostseeinsel Rügen sind eine ebenso spektakuläre wie fragile Naturschönheit.

Ganz in Weiß: Kreidefelsen auf Rügen

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©iStockphoto.com / Leonsbox

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Tiefblauer Himmel, hellgrüne Baumkronen, strahlend weiße Klippen: In diesen satten Farben leuchtet die Küste im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen. Mit ihren steil abfallenden Kreidefelsen und dem Königsstuhl als höchster Erhebung ist sie ein magischer Ort, der zu den spektakulärsten Naturwundern Deutschlands gehört. Die bis 118 Meter hohen Felsen entstanden vor knapp 70 Millionen Jahren aus Kalkalgen sowie den Schalen und Skeletten von Kleinlebewesen in einem tropischen Ozean. Doch das Riff aus poröser Kreide ist eine fragile Schönheit. Es bröckelt, und manchmal stürzen ganze Felspartien ins Meer wie 2005 die Wissower Klinken. Vor allem nach dem „Frühjahrsputz“ – frische Abbrüche nach Winterfrösten – leuchtet die Kreide heller denn je.

Skywalk: schwebender Rundweg über dem Königsstuhl

Um das Naturdenkmal vor noch mehr Erosion zu schützen, ist der beliebte Aussichtspunkt Königsstuhl mittlerweile gesperrt. Stattdessen schwebt ein Skywalk über dem Felsen und bietet eine vogelgleiche Perspektive auf die Kreidelandschaft, die Ostsee und den Buchenwald, dessen vorderste Baumreihe sich an die Abbruchkante klammert – ein Unesco-Welterbe am Abgrund. Die Küstenlinie lässt sich auch auf dem Hochuferweg erkunden. Er führt von Lohme nach Sassnitz, vorbei an Nationalparkzentrum, Königsstuhl, der atemberaubenden Victoriasicht (kostenlos) und den ehemaligen Wissower Klinken. Oder man nimmt das Fahrgastschiff und bewundert das gesamte Panorama der Kreidefelsen vom Wasser aus. Ein Abstieg beim Kieler Bach bietet die Möglichkeit, unterhalb der Klippen zu wandern, wobei man Warnungen und Verbote zur eigenen Sicherheit unbedingt ernst nehmen sollte.

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