Gesundheit

Autor: Lisa Bendall

Ein naturnaher Ort für demenzkranke Menschen

Jedes Jahr erkranken weltweit etwa zehn Millionen Menschen an Demenz. Angesichts dieser Entwicklung werden mancherorts neue Betreuungsformen ausprobiert.

Ein naturnaher Ort für demenzkranke Menschen
Symbolfoto

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©istockfoto.com / aquaArts studio

Wie die gemeinnützige Organisation Alzheimer Europe berichtet, wird sich in vielen Ländern die Zahl der Demenz-Betroffenen bis 2050 sogar verdoppeln. In den Niederlanden beispielsweise gibt es daher schon jetzt mehr als 1300 Pflegefarmen, von denen ein Drittel für Menschen mit Demenz bestimmt ist. Die Bewohner verbringen zwei oder mehr Tage pro Woche auf Bauernhöfen, wo sie unter anderem Hühner hüten oder Gemüse ernten können. So sind sie aktiv, kommen mit anderen Menschen in Kontakt und fühlen sich wertgeschätzt. Andere Pflegefarmen betreuen Menschen mit Entwicklungsstörungen oder Suchterkrankungen.

Das Konzept der Pflegefarmen wurde bereits in den 1970er-Jahren entwickelt, aber aktuell erfreuen sich diese Einrichtungen zunehmender Beliebtheit. „Zu etwas beitragen zu können ist wichtig für das Selbstwertgefühl, aber die meisten, die Pflege erhalten, sind nicht mehr in der Lage viel beizutragen“, sagt Maarten Fischer, Direktor des Verbandes der niederländischen Pflegefarmen. „Wir bieten die gleiche Betreuung wie ein Pflegeheim, aber es fühlt sich für die Betroffenen nicht wie eine Pflegeeinrichtung an und sie können selbst etwas tun.“ 

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