Gesundheitsrisiko durch Waschbären
Waschbären sind bei uns heimisch und teils zur Plage geworden. Viele Tiere tragen einen Spulwurm in sich, der für Menschen gefährlich sein kann.
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Die ursprünglich in Nordamerika beheimateten Waschbären fühlen sich auch hierzulande wohl und breiten sich dank des Müllreichtums in den Städten immer weiter aus. Die possierlichen Gesellen mit den maskenhaften Gesichtern sind Allesfresser und wissen Mülltonnen, Komposthaufen oder Gärten zu schätzen. Zwei Hygienestudien. Angesichts zunehmender Kontakte zwischen Menschen und Waschbären wurden im Rahmen des Verbundprojektes ZOWIAC – Zoonotische und wildtierökologische Auswirkungen invasiver Carnivoren – zwei Studien durchgeführt, um das Risiko der Übertragung von Krankheiten durch Waschbären zu bewerten.
In einer Studie wurde untersucht, ob der Waschbär an der Verbreitung von Infektionen mit dem Corona-, West-Nil- oder Usutu-Virus beteiligt ist. Die andere Studie wollte analysieren, welche für den Menschen gefährlichen Parasiten in Waschbärpopulationen zirkulieren. Dazu untersuchte ein Team der Goethe-Universität Frankfurt insgesamt 234 wild lebende Waschbären. Bei den Viren gibt es vorerst Entwarnung – offenbar sind Waschbären sogar gegen Corona immun. Bei den Parasiten wurden jedoch 23 verschiedene Arten identifiziert, von denen viele bisher unbekannt waren.
Fünf davon sind auch für den Menschen gefährlich und gemahnen an einen vorsichtigen Umgang mit den Tieren. Dazu gehört vor allem der Waschbärspulwurm, der bei 95 % der untersuchten Tiere gefunden wurde. Er führt beim Menschen im schlimmsten Fall zu Organschäden, Erblindung und sogar zum Tod.





