Gesundheit

Autor: Stella Cornelius-Koch

Hören Sie auf Ihren Bauch!

Krämpfe, Sodbrennen, Verstopfung – Unwohlsein oder ernsthafte Erkrankung? Wie Sie die häufigsten Beschwerden im Bauch richtig einschätzen, lindern und ihnen vorbeugen.

© istockfoto.com / Viorel Kurnosov

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Es begann damit, dass Bauchkrämpfe und heftiger Durchfall immer häufiger auftraten. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich im Außendienst eines Pharmazie-Unternehmens gearbeitet, was mit viel Autofahren, Im-Stau-Stehen und Terminen bei Ärzten verbunden war“, erzählt Gabriele Fischer aus dem rheinland-pfälzischen Germersheim über die Zeit vor 35 Jahren. „Deshalb habe ich lange an Stress als Ursache für diese Beschwerden geglaubt. Dass etwas ganz anderes dahinterstecken könnte, wusste ich damals nicht.“ So wie die heute 60-Jährige leiden viele Menschen unter Magen- Darm-Problemen. Manche nur gelegentlich, andere jahrelang, ohne den Grund zu kennen. „Beschwerden im Bauch können so viele verschiedene Ursachen haben, dass es für uns Ärzte gar nicht so einfach ist, herauszufinden, was dem Patienten fehlt,“ erklärt Professor Dr. Thomas Frieling, Ärztlicher Direktor der Helios-Klinik Krefeld.

Bei Warnzeichen zum Arzt

Glücklicherweise sind die Beschwerden in den meisten Fällen harmlos. Bei leichten Symptomen, deren Ursache Sie kennen, wie etwa durch Bewegungsmangel oder durch einen Ortswechsel ausgelöste Verstopfung, können Sie getrost ein paar Tage abwarten und die Beschwerden selbst behandeln. Einen Arzt sollten Sie immer dann aufsuchen, wenn Sie unerklärliche Veränderungen bemerken. „Ist seit drei bis vier Wochen der Stuhl ungewöhnlich, geht Blut ab, verlieren Sie Gewicht oder werden nachts durch Bauchbeschwerden wach, sind dies mögliche Hinweise auf eine schwerwiegendere Ursache“, sagt Frieling. Suchen Sie bei solchen Symptomen möglichst rasch Ihren Hausarzt auf. In seltenen Fällen können akute Schmerzen im Bauch bei Frauen auch Anzeichen eines Herzinfarkts sein.
Je klarer Sie Ihre Beschwerden schildern, desto einfacher ist es für Ihren Arzt, die Ursache zu finden: Treten die Schmerzen vor oder nach dem Essen auf, wie stark sind sie, wann hat der Durchfall angefangen? Möglicherweise sind für die genauere Diagnose und Behandlung weitere Untersuchungen wie ein Ultraschall- oder Röntgenbild, die Analyse einer Stuhlprobe, eine Magen- oder Darmspiegelung nötig. Doch keine Angst, die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Beschwerden im Bauchraum relativ harmlos sind, ist groß. Lesen Sie, wie Sie die häufigsten Beschwerden richtig einordnen, wenn möglich selbst behandeln und wie Sie ihnen vorbeugen können.

Die Speiseröhre

Leiden Sie öfter unter Aufstoßen und brennenden Schmerzen hinter dem Brustbein, dem sogenannten Sodbrennen? Ursache könnte die Refluxkrankheit sein. „Reflux-Beschwerden entstehen, wenn saurer Mageninhalt in die Speiseröhre aufsteigt und dort die Schleimhaut reizt“, erklärt Dr. Dagmar Mainz vom Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands. „Der Muskel am Ende der Speiseröhre, der diesen Rückfluss normalerweise verhindert, schließt dann nicht richtig.“ Als Ursache kommen eine Reihe von Gründen infrage (...)

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der August 2020-Ausgabe des Reader’s Digest Magazin.

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