Gesundheit

Autor: Jennifer Taitz

Mehr Freude am Leben

Lernen Sie mit unseren sechs Tipps, selbst negative Gefühle positiv zu nutzen.

© istockfoto.com / skynesher

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Hatten Sie jemals das Gefühl, dass Ihr Leben besser verlaufen wäre, wenn Sie einen anderen Weg eingeschlagen, sich um diesen Job beworben oder jene Beziehung früher beendet hätten? Es liegt in der Natur des Menschen, Vergangenem nachzutrauern. Wenn man nicht aufpasst, kann sich daraus Stress und Angst entwickeln. Aus schmerzlichen Gefühlen kann aber auch Inspiration entstehen. So sind sie dann eine Chance für Veränderung. Forscher haben festgestellt, dass sich zwanghafte Reuegedanken negativ auf Stimmung und Schlaf auswirken, impulsives Handeln begünstigen und das Risiko für Essstörungen und Alkoholmissbrauch erhöhen. Als klinische Psychologin helfe ich Menschen dabei, ein zufriedenes und sinnvolles Leben zu führen, indem ich sie Strategien zur Emotionsbewältigung lehre. Glauben Sie, in einer endlosen „Hätte-ich-bloß“-Schleife festzustecken, können Sie gegensteuern. Wie das funktioniert, erläutere ich Ihnen hier.

1. Reue annehmen

Viele Menschen tendieren dazu, Schmerz zu verdrängen. Doch die Forschung hat gezeigt, dass das Unterdrücken von Gefühlen die Fähigkeit hemmt, Freude zu empfinden und sich sogar in körperlichen Schmerzen äußern kann. Eine Studie, die 2014 in der Fachzeitschrift The Journal of General Psychology veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss, dass übermäßige Reue die Fähigkeit beeinträchtigt, kluge Entscheidungen zu treffen. Außerdem konzentriert man sich dabei auf negative Emotionen. Dadurch nimmt das Leistungsvermögen bereits bei einfachen Aufgaben ab. Statt Reuegefühle zu ignorieren oder ständig über vermeintlich gemachte Fehler zu grübeln, sollten Sie lernen, das Geschehene zu akzeptieren. Halten Sie inne und werden Sie sich Ihrer Gedanken und Empfindungen bewusst. Entspannen Sie Gesicht und Hände und versuchen Sie, Ihre Gefühle anzunehmen, ohne sich Sorgen darüber zu machen, ob Sie sich künftig immer so fühlen werden. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass diejenigen, die dem Bedauern etwas Positives abgewinnen können, in der Lage sind, klarer zu denken.

Neal Roese, Professor für Marketing an der Kellogg School of Management der Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois, hat sich auf die Psychologie des Urteilens und Entscheidens spezialisiert. Er erklärt: „Der Trick besteht darin, sich aus der negativen (...)

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Juni 2020-Ausgabe des Reader’s Digest Magazin.

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