Gipfel der Schönheit
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Schrammsteine, Affensteine, Bastei ... Das sind die Namen von zerklüfteten Felsmassiven und turmhohen, bizarr geformten Solitärsteinen. Zusammen mit erhabenen Tafelbergen und wildromantischen Schluchten prägen sie die Naturwunderlandschaft des Elbsandsteingebirges südöstlich von Dresden. Es erstreckt sich von Pirna bis zur tschechischen Grenze und weit darüber hinaus. Die deutsche Seite wird auch Sächsische Schweiz genannt. Streng genommen ist sie kein Gebirge, sondern eine Erosionslandschaft. Ein Urzeitmeer hat sie einst geschaffen, durch tektonische und chemische Prozesse, Wind und Wasser wurde sie aufgebrochen, gespalten, abgeschmirgelt. Nirgendwo in Deutschland haben die zersetzenden Kräfte der Natur etwas Schöneres modelliert.
Der Malerweg führt von einem Höhepunkt zum andern
Für Kletterer, Wanderer und Romantiker, kurz: für Stadtflüchtende, sind die Felsen ein Paradies. Sie gelten als Wiege des Kletterns ohne technische Hilfsmittel. Die Maler der Romantik waren die ersten, welche die schroffen Felsformationen und mystischen Stimmungen als künstlerisches Motiv entdeckten und diese auf Leinwand festhielten. Zu den bekanntesten Gemälden gehört der „Wanderer über dem Nebelmeer“ von Caspar David Friedrich – eine wahrhaft theatralische Komposition.
Auf dem 116 Kilometer langen Malerweg können Wanderer dieser Faszination Schritt für Schritt nachgehen und die romantische Naturkulisse mit der Kamera einfangen. In acht Etappen führt der Weg von Höhepunkt zu Höhepunkt: auf die alte Bogenbrücke der Bastei, das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz, zu den Schrammsteinen und den Affensteinen mit der Barbarine, eine imposante Felsnadel, durch wilde Schluchten und hinauf zur Festung Königstein, die größte Bergfestung Europas. Die Aussicht von der Bastei über das Elbtal und bis in die Böhmische Schweiz auf tschechischer Seite wird nur noch von der vom Ferdinandstein übertroffen. Der kurze Abstecher bietet den berühmtesten Blick auf die Bastei in ihrer ganzen Pracht – wie auch Kaiser Ferdinand von Österreich ihn liebte.
Im Winter hat das Elbsandsteingebirge seinen ganz eigenen Reiz. Weniger Mensch, mehr Märchen (...)
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