Dossier Weihnachten

Autor: Reader‘s Digest Book

Keine Adventszeit ohne Adventskranz

Für die meisten von uns ist der Adventskranz das Symbol der Adventszeit, das mit seinen nacheinander entzündeten vier Kerzen das herannahende Weihnachtsfest anzeigt.

 

© istockfoto.com / Asvolas

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Die Sitte, Haus und Hof in der kargen Winterzeit mit immergrünen Zweigen zu schmücken, ist schon uralt. Eiben-, Stechpalmen, Mistel- oder Tannenzweige sollten Gefahren bannen und Fruchtbarkeit und Wohlergehen beschwören. Die christliche Kirche bekämpfte diese Bräuche mit Verboten, weil sie sie für heidnische Magie hielt. Der uns allen bekannte Adventskranz wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhundert regelrecht „erfunden“.

Johann Hinrich Wichern (1808 – 1881) gilt als sein Schöpfer. Der evangelische Pfarrer kümmerte sich in Hamburg um arme Waisenkinder und gründete für sie das sogenannte „Raue Haus“. Er begann damit, jeden Tag im Advent an einem Kronleuchter eine Kerze zu entzünden. Später wurde daraus ein Kranz aus Tannenzweigen mit vier Kerzen, die die einzelnen Wochen symbolisieren. Nach dem Ersten Weltkrieg verbreitete sich der Kranz vom evangelischen Norden in den katholischen Süden. Heute ist die Adventszeit ohne den Adventskranz nicht mehr denkbar.

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