Moules frites
Miesmuscheln mit Pommes frites – eine überraschend köstliche Kombination.
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Für 4 Portionen
Zubereitungszeit: 40 Minuten
Zutaten:
- 2 kg Miesmuscheln
- 500 g Kartoffeln
- 300 g Lauch oder Schalotten
- 150 g Stangensellerie
- 200 ml trockener Weißwein
- 80 g Butter
- 200 ml Sahne
- Öl zum Frittieren der Pommes frites
- Mayonnaise
- Salz und Pfeffer
ZUBEREITUNG
- Nur frische Miesmuscheln verwenden. Bereits geöffnete Muscheln und solche mit zerbrochenen Schalen aussortieren.
- Die Muscheln vor dem Kochen gründlich reinigen: die Bärte entfernen und Kalkreste abkratzen, dann in kaltes Wasser legen und mehrmals abspülen.
- Stangensellerie und Lauch (oder Schalotten) klein hacken und in einem großen Topf mit Butter andünsten.
- Weißwein hinzufügen und einige Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
- Die Hitze reduzieren und Sahne hinzugeben. Mehrere Minuten köcheln lassen.
- Die gewaschenen Muscheln in den Topf geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, zudecken und weiter köcheln lassen, bis sich die Muschelschalen öffnen. Umrühren und zugedeckt beiseite stellen, bis die Pommes frites fertig sind.
- Kartoffeln schälen, in dicke Stifte schneiden und in kaltes Wasser legen, um die Stärke zu entziehen. Trocknen und in Öl bei 160 Grad frittieren. Herausnehmen, abtropfen lassen und einige Minuten bei 180 Grad frittieren, damit sie knuspriger werden.
- Die Miesmuscheln im Henkeltopf oder in einer tiefen Schale mit der
Soße anrichten. Die Fritten mit der Mayonnaise (oder einer Soße Ihrer Wahl) getrennt servieren.
Mosselen met Frieten beziehungsweise Moules-frites gelten als belgisches Nationalgericht, sind aber auch in Frankreich und den Niederlanden sehr beliebt. Dazu trinkt man typischerweise helles Bier – am besten natürlich ein belgisches –, obwohl manche Leute lieber Weißwein dazu genießen. Die Muscheln werden mit verschiedenen Zutaten gegart und in einem Henkeltopf serviert, zu den Pommes frites gibt es belgische Mayonnaise.
Die Belgier haben nicht nur den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Pommes frites, sie haben sogar ein eigenes Museum dafür: das Frietmuseum in Brügge. Die am häufigsten verzehrte Muschel ist die Gemeine Miesmuschel (mytilus edulis). In Belgien bevorzugt man die Schalentiere aus der niederländischen Provinz Zeeland, die in der Oosterschelde und im Wattenmeer gesammelt werden – sie sind größer als die Muscheln aus Frankreich und weniger salzig als die vom Mittelmeer.
Im 19. Jahrhundert war Moules-frites ein beliebtes Gericht bei den Fischern an der belgischen und französischen Küste. Der Ursprung dieser Kombination wird verschiedenen Regionen zugeschrieben, von Brest in der Bretagne bis Den Haag in den Niederlanden. Zum ersten Mal wurde das Gericht wohl 1875 auf der Lütticher Messe aufgetischt, doch erst als belgische Restaurants es in den 1920er-Jahren auf ihre Speisekarten setzten, gewann es an Beliebtheit. Die Weltausstellung 1958 in Brüssel unterstrich dann seine belgische Identität, aber auch in Frankreich sind Moules-frites sehr beliebt.
Zu den erlesensten Restaurants Belgiens, die Moules-frites anbieten, gehören das von Léon Vanlancker 1893 gegründete Chez Léon, das Friture René mit seinen seit jeher rot karierten Tischdecken und das mehr als 120 Jahre alte Au Vieux Bruxelles.





