Gesundheit

Autor: Reader's Digest Book

Psyche: Wer schlecht schläft, fühlt sich alt

Regelmäßiger erholsamer Schlaf ist nicht nur für die Aufrechterhaltung aller organischen Prozesse wichtig. Wie gut wir schlafen, hat offenbar auch maßgeblichen Anteil daran, wie wir unser Alter wahrnehmen, so die Beobachtung britischer Wissenschaftler.
Psyche: Wer schlecht schläft, fühlt sich alt

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©istockfotos.com / Prostock-Studio

Für ihre Untersuchung werteten die Forscher der Universität in Exeter Daten von ca. 4900 Teilnehmern der PROTECT-Studie aus, die mindestens 50 Jahre alt waren. Die Studie beobachtet seit über 25 Jahren, wie sich die mentale Verfassung im Alter verändert. Die Teilnehmer beantworten dazu regelmäßig Fragen zu ihrer Lebensweise und unterziehen sich kognitiven Tests. Die Studienautoren stellten fest, dass Teilnehmer, die sich morgens unausgeschlafen fühlten, weniger tief schliefen und nachts häufiger wach waren, sich älter fühlten, als es ihrem Lebensalter entsprach. Teilnehmer, die nur Probleme beim Einschlafen hatten oder zu früh wach wurden, zeigten diese gefühlte Altersdiskrepanz nicht. Bedeutung. Mit der Über- und Negativbewertung von Alterserscheinungen sind, so die Studienautoren, oft Folgen wie Energielosigkeit, kognitive Probleme und sozialer Rückzug verbunden. Schlafprobleme sollten deshalb nicht hingenommen werden, sondern gehören in ärztliche Behandlung.

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Psychotherapie lindert Schlafprobleme

Länger anhaltende Schlafstörungen sind ein bedeutender Risikofaktor für Depressionen im Alter. Wissenschaftler der Geffen School of Medicine in Los Angeles kamen nun in einer Studie zu dem Ergebnis, dass eine kognitive Verhaltenstherapie, zugeschnitten auf die Behandlung von Schlafstörungen, das Auftreten von Depressionen gegenüber einem konventionellen Schlaftraining um mehr als 50 % reduzierte. An der Studie nahmen 291 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren teil, die unter Schlafstörungen litten. Innerhalb der Studiendauer von drei Jahren wurde überprüft, ob bei den Teilnehmern eine Depression auftrat. Bei den Patienten, die nur ein Schlaftraining vollzogen hatten, war dies zu 26 % der Fall, in der Verhaltenstherapie-Gruppe nur zu 12 %. Bei Letzterer war auch der Anteil der Schlafstörungen verstärkt zurückgegangen.

Während das Schlaftraining dazu beitragen soll, eine bessere Schlafhygiene zu erlernen und beizubehalten, strebt die Verhaltenstherapie an, die psychischen Ursachen der Schlafstörungen aufzudecken und Techniken zur Bewältigung zu vermitteln.

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