Dossier Garten

Autor: Reader's Digest

Fit für die Gartensaison: Frühjahrsarbeiten mit großer Wirkung

Der Frühling ist die beste Zeit, um die Grundlage für eine üppige, gesunde und blühende Gartensaison zu legen. Und das Beste? Es gibt schon jede Menge zu tun – mit sichtbarem Effekt für die kommenden Monate.

Eine junge Frau mit einem Blumenkasten voll Hornveilchen in einem Garten.

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©iStockphoto.com / Jevtic

Der Frühling ist die perfekte Zeit, um im Garten aktiv zu werden. Mit durchdachter Pflanzplanung, cleverer Technik und nachhaltigen Lösungen schaffen Sie die besten Voraussetzungen für einen gesunden, blühenden und pflegeleichten Garten. Hier kommen praktische Tipps, wie Sie Ihren Garten fit für den Sommer machen.


Großflächig gepflanzte Stauden für maximale Wirkung
Wer im Sommer üppige Blühpflanzen genißen möchte, sollte im Frühjahr Stauden pflanzen – und zwar nicht einzeln, sondern in Gruppen. Setzen Sie Pflanzen mit großen, prächtigen Blüten in Dreier-, Fünfer- oder Siebenergruppen. Ungerade Stückzahlen wirken natürlicher und harmonischer als gerade. Achten Sie unbedingt auf die empfohlenen Pflanzabstände. So können die Stauden im Laufe der Zeit zu einer geschlossenen, kompakten Farbfläche zusammenwachsen. Das Ergebnis: ein Beet mit Wow-Effekt, das aussieht wie aus einem Gartenmagazin.

Modernes Werkzeug erleichtert die Gartenarbeit
Frühjahrsarbeit heißt oft auch: umgraben, lockern, vorbereiten. Damit Rücken und Knie nicht schlappmachen, lohnt sich der Blick auf ergonomisches Werkzeug. Eine Hacke mit langem Stiel ermöglicht aufrechtes Arbeiten und schont die Gelenke. Eine gute Grabgabel sollte ebenfalls nicht fehlen – das Umgraben gelingt mit ihr meist leichter und kraftsparender als mit einem Spaten. Achten Sie auf ergonomisch geformte Griffe und eine solide Verarbeitung. Das zahlt sich langfristig aus.

Gute Gartenschere – gute Investition
Eine hochwertige, robuste Gartenschere ist im Alltag Gold wert. Mit sauber geschärften Klingen schneiden Sie verblühte Blüten mühelos ab und halten Ihre Pflanzen vital. Für Gehölze sind Astscheren ideal, da sie glatte Schnittkanten hinterlassen. Das senkt das Risiko von Verletzungen und verhindert, dass Keime eindringen und Krankheiten verursachen. Dickere Äste werden mit einer langschenkligen Getriebeastschere oder einer Baumsäge entfernt.
Tipp: Im Frühjahr lohnt sich ein Besuch im Gartenfachmarkt. Zum Saisonstart werden neue Modelle präsentiert und Vorjahresmodelle häufig günstiger angeboten.

Rasenmäher mit integrierter Düngefunktion
Ein dichter, grüner Rasen ist das Herzstück vieler Gärten. Besonders praktisch sind Mulchmäher: Sie häckseln den Grasschnitt extrem fein und verteilen ihn direkt wieder auf der Fläche. Dieser unsichtbare Grünmulch verrottet schnell, gibt wertvolle Nährstoffe ab und schützt die Bodenfeuchte. Das Gras trocknet bei Sommersonne nicht so schnell aus – und Sie müssen deutlich seltener düngen. Eine nachhaltige Lösung mit großem Effekt.

Eine Regentonne schont die Umwelt
Wasser ist kostbar – und teuer. Mit einer Regentonne unter der Dachrinne von Haus, Schuppen oder Gewächshaus sammeln Sie kostenloses Regenwasser. Das weiche Regenwasser ist ideal für Ihre Pflanzen, da es weniger Kalk enthält als Leitungswasser. Ihre Pflanzen danken es mit kräftigem Wachstum – und Sie sparen bares Geld.

Gießen mit weniger Aufwand
Sobald Kübelpflanzen im Frühjahr ins Freie ziehen, lohnt sich die Installation eines Bewässerungssystems. Ein Schlauchsystem mit Tröpfchenbewässerung, kombiniert mit einer Zeitschaltuhr, übernimmt zuverlässig das Gießen. Gerade bei größeren Pflanzensammlungen oder im Hochsommer spart diese Technik enorm viel Zeit – und verhindert Trockenstress.

Wurzelpilze für besseres Wachstum von Bäumen und Sträuchern
Ein echter Geheimtipp sind sogenannte Mykorrhiza-Pilze. Diese im Boden lebenden Helfer lagern sich an Pflanzenwurzeln an und unterstützen sie bei der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Im Frühjahr – sobald der Boden frostfrei ist – können entsprechende Kulturen aus dem Fachhandel in die Pflanzlöcher oder ins Beet eingearbeitet werden. Besonders junge Bäume und Sträucher profitieren von dieser natürlichen Wachstumsunterstützung.

Mulch statt Unkraut
Eine dicke Mulchschicht wirkt wie eine schützende Decke für den Boden. Sie hält Feuchtigkeit, unterdrückt Unkraut und verbessert langfristig die Bodenstruktur. Geeignet sind grober Kompost oder Rindenstücke. In mediterranen Gärten oder Steingärten kann auch Kies verwendet werden. Die Steine speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts wieder ab – ideal für wärmeliebende Pflanzen.

Schutz vor Schäden – ganz ohne Chemie
Statt zu chemischen Mitteln zu greifen, setzen Sie auf bewährte Schutznetze. Ein feinmaschiges Netz über dem Beet schützt Gemüse vor Vögeln und Schädlingen. Besonders praktisch sind Netze in Zeltform, die sich beinahe von selbst aufstellen und sich ideal für Hochbeete eignen. So bleiben Ihre Pflanzen gesund – ganz ohne Chemie.

Mit Licht Stimmung im Garten schaffen
Der Garten ist nicht nur tagsüber ein Genuss. Mit solarbetriebenen Lampen setzen Sie Wege, Treppen, besondere Pflanzen oder Wasserspiele stilvoll in Szene. Die kleinen Leuchten laden sich tagsüber auf und tauchen Ihren Garten abends in ein warmes, stimmungsvolles Licht. So wird aus dem Garten ein Wohlfühlort – auch nach Sonnenuntergang.