Rezepte

Autor: Mercedes Domínguez

Tapenade

Die Paste aus Oliven und Kapern bietet ein intensives Geschmackserlebnis.

Auf einem Holztisch steht eine kleine Schale Tapenade, daneben zwei Scheiben Baguette, die mit der Paste bestrichen sind und Knoblauch.

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©iStockphoto.com / margouillatphotos

Für 6 Portionen
Zubereitungszeit: 10 Minuten


Zutaten:

  • 150 g entkernte schwarze Oliven  
  • 1 Esslöffel Kapern (ca. 10 g)
  • ½ Knoblauchzehe (optional)
  • 2–3 Sardellenfilets in Öl
  • ½ Teelöffel Kräuter (Basilikum, Oregano, Thymian, Rosmarin)
  • 70 ml natives Olivenöl extra

 


ZUBEREITUNG

  1. Die festen Zutaten (Oliven, Kapern, Kräuter und Sardellen) in einem Mörser zerstoßen oder mithilfe einer Küchenmaschine zerkleinern. Falls gewünscht, den Knoblauch ebenfalls fein hacken und hinzufügen.

  2. Beim Zerkleinern mit der Küchen­maschine darauf achten, dass die Paste nicht zu fein wird. 

  3. Das Olivenöl langsam in einem feinen Strahl hinzufügen und umrühren, damit die Paste emulgiert. Gegebenenfalls die Mischung mit etwas Wasser verdünnen. 

  4. Die fertige Tapenade bis zum Ser­vieren am besten im Kühlschrank aufbewahren. 

  5. Die Paste auf geröstetes Brot, Kekse oder Cracker streichen und als Vorspeise servieren. Tapenade eignet sich aber auch als Beilage oder zum Würzen.


Tipp:

Das Grundrezept kann mit weiteren Zutaten verfeinert werden, beispielsweise mit Mandeln, Walnüssen, getrockneten Tomaten, Trüffeln, Estragon, 
Fenchel oder Miso.

 

Dieser schnell und einfach zuzubereitende Appetithappen ist ein Botschafter der gesunden mediterranen Ernährung. Er bietet ein nahezu perfektes Gleichgewicht zwischen gesunden Fetten und Antioxidantien, die sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken. Die Hauptzutaten sind Oliven und Kapern, gewürzt mit aromatischen Kräutern sowie mit einem Schuss des kostbaren „flüssigen Goldes“ – Olivenöl – beträufelt. 
Die Originalversion wird mit schwarzen Oliven zubereitet, inzwischen ist aber auch die Variante mit grünen recht beliebt geworden. Der Ursprung dieser Paste reicht wohl bis in Antike zurück. Allerdings tauchte das Rezept für Tapenade erstmals in der südfranzösischen Region Provence auf. Der Name leitet sich vom provenzalischen Wort tapena (Kapern) ab. Vermutlich gelangten die Kapern vom Berg Ida auf Kreta in die Provence. 
Der französische Koch Jean-Baptiste Reboul schreibt in seinem Buch La Cuisinière provençale (Die provenzalische Köchin), dass die Tapenade 1880 von dem Koch Meynier, der im Marseiller Restaurant La Maison Dorée arbeitete, kreiert und populär gemacht wurde. Im Originalrezept kombinierte dieser die Kapern mit Oliven und Zutaten wie Thunfisch, Sardellen, Kräutern und Knoblauch. Heute gibt es viele Varianten, darunter auch welche ohne Fisch, die somit auch für Vegetarier beziehungsweise vegan lebende Menschen geeignet sind. 
Tapenade wird meist als Brotaufstrich genossen, eignet sich aber auch hervorragend als Beilage zu Braten, Gemüse oder Fisch, als Füllung für Geflügel (was in der Provence sehr verbreitet ist) oder als Würzmittel für Nudeln und Salate. Sie kann sogar als Basiszutat für herzhafte Kuchen, Blätterteiggebäck, Sandwiches, Pizza oder auch als Füllung in gekochten Eiern verwendet werden.
Die provenzalische Paste steht in der modernen Küche für eine gewisse rustikale Eleganz. Mit wenigen Zutaten und in kurzer Zeit kann man ein köstliches Gericht zubereiten. Insbesondere die Qualität der verwendeten Oliven bestimmt, wie intensiv das Geschmackserlebnis ist.